FRANKFURT--Die Europäische Zentralbank (EZB) sieht gegenwärtig nicht das Risiko, dass die Preise von Vermögenswerten wie Immobilien wegen der hohen Liquiditätsversorgung der Banken zu stark steigen könnten. "Gegenwärtig sind diese Sorgen unbegründet, bisher hat es bei den Vermögenswertpreisen nur eine schwache Erholung gegeben", sagte Chefvolkswirt Peter Praet laut dem vorab verbreiteten Text einer Rede, die er in Frankfurt hält.
Praet bezog sich dabei auf Länder wie Deutschland, in denen die erhöhte Liquidität der Zentralbank gegenwärtig nicht benötigt wird. Das hat bei manchen Beobachtern die Befürchtung ausgelöst, dass überschüssige Geld könnte zu Preisanstiegen zum Beispiel bei Immobilien führen. Die Immobilienpreise in Deutschland sind im vergangenen Jahr erstmals seit längerer Zeit wieder gestiegen.
Der EZB-Chefvolkswirt sagte hierzu, die für mögliche Preis-Booms in diesem Markt aussagekräftige Entwicklung von Geld- und Kreditmenge sei weiterhin schwach. Er versprach aber: "Natürlich werden wir diese Entwicklungen genau verfolgen."
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June 15, 2012 05:27 ET (09:27 GMT)
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