Keitel rechnet für die Wahl in Griechenland eher mit einer positiven Überraschung: "Ich kann mir vorstellen, dass die Börsen am Montag erleichtert reagieren." Zumindest auf Sicht der nächsten sechs Monate rechnet Keitel noch nicht mit einem Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone. Keitel: "Die Brandmauern sind aktuell noch nicht hoch genug gezogen." Insgesamt sei die Lage angespannt und ernst, daher sei jetzt die Politik gefordert, zu handeln. Auch die EZB müsse - bei weiterer Zuspitzung der Lage - ihre Liquiditätsmaßnahmen fortsetzen. Keitel warnt vor einer weiteren Korrektur bei Bundesanleihen und empfiehlt Anlegern, auf reale Anlageklassen zu setzen. Seine Meinung zum DAX: "Ich würde nicht darauf spekulieren, dass wir nochmals deutlich unter die 6.000 fallen. Eher sehe ich den DAX zum Jahresende wieder bei 7.000. Wir raten dazu, jetzt bei Schwäche nachzukaufen."