Die Bochumer Opelaner sind für eine deutliche Sprache und "klare Kante" bekannt. Bei der Betriebsversammlung am Samstag haben sie das Management mit einer spontanen Aktion brüskiert und den Chefs erst gar nicht zugehört.
Das bekommt am Samstag auch Opel-Vorstandschef Karl-Friedrich Stracke zu spüren, als er sich auf der Betriebsversammlung im Ruhrcongress nicht zur Zukunft des Opel-Werks ab dem Jahr 2017 bekennen will. Spontan brechen die rund 2.000 Opel-Beschäftigten die Veranstaltung ab und lassen das Management im Saal zurück. Das Treffen ist bereits nach etwa 90 Minuten beendet. Eine geplante Rede von Personalvorstand Holger Kimmes fällt ins Wasser.
Den Opelanern ist die Freude über diese provokante Aktion durchaus anzumerken. "Geschieht ihnen recht. Was anderes verstehen die ja nicht", sagt einer. "Das war jetzt der erste Schritt, um zu zeigen, dass wir uns nicht mehr alles gefallen lassen", sagt Dario Krockenberger, der bei Opel im Rohbau arbeitet. Ein Kollege ergänzt, dass er jetzt auf einen Streik hoffe.
Der Betriebsratsvorsitzende Rainer Einenkel nimmt den ungewöhnlichen Ausgang der Versammlung ...
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