Hat die Börse immer recht? Nokia ist derzeit so niedrig wie zuletzt im Mai 1996 notiert. Bei Apple fällte die Börse allerdings auch frühzeitig ihr Urteil. Doch dieses Unternehmen ist mittlerweile das wertvollste der Welt.
Die Börse hat ihr Urteil gefällt: Nokia verlor allein am vergangenen Donnerstag rund 18 Prozent. Mit 1,83 Euro notierte die Aktie zeitweise so niedrig wie zuletzt im Mai 1996. Damals begann sich der zuvor auf Gummistiefel spezialisierte Mischkonzern als Handyhersteller neu zu erfinden.
Doch hat die Börse immer recht? Es gab einmal einen Konzern, der zählte zu den erfolgreichsten seiner Branche. Doch dann fällte das Management eine falsche Entscheidung nach der anderen, Chefs gingen, neue kamen, die Firma verschlief wichtige Trends, der Aktienkurs fiel rasant - und der Firma drohte die Pleite.
Gemeint ist nicht Nokia, sondern Apple. Wer vor anderthalb Jahrzehnten prognostiziert hätte, das in den 80er-Jahren erfolgreiche Unternehmen Apple würde nach seinem Misserfolg in den 90er-Jahren eines Tages dennoch zum wertvollsten Unternehmen der Welt aufsteigen, wäre wohl als unbelehrbarer Fantast abgetan worden. Und zwar auch deshalb, weil die Börse damals frühzeitig ihr Urteil gegen Apple gefällt hatte.
Nokia ist zwar nicht Apple - aber das Beispiel des amerikanischen IT-Konzerns zeigt, dass die Börse sich bisweilen durchaus irrt. Natürlich ist nicht zu bestreiten, ...
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