Der Verband der deutschen Familienunternehmen sieht im Fall von Neuverhandlungen zum griechischen Sparkurs den Euro bedroht. "Wenn Europa hier seine letzte Glaubwürdigkeit verliert, gibt es keine Rettung mehr für den Euro", warnte Verbandschef Lutz Goebel im Gespräch mit dem Handelsblatt. "Wenn sich das griechische Volk gegen den vereinbarten Reformkurs ausspricht, dann muss Europa einen geregelten Austritt des Landes konkret vorbereiten", forderte Goebel. Europa und die Troika aus EU, IWF und EZB dürften keiner griechischen Regierung weiter nachgeben.
Goebel zeigte sich überzeugt, dass ein Neuanfang außerhalb des Euro der "leichtere Weg" für Griechenland wäre. Mit großer Sorge blickt Goebel darauf, dass die in Griechenland verordneten Lohnkürzungen von 25 Prozent und weiterer Druck von außen "Extremismus und Völkerhass" schürten. Das schade der europäischen Idee mehr als ein Griechenland außerhalb des Euro, aber immer noch in der EU wie viele andere Partnerländer, sagte er. Wenn Griechenland abwerten könne, würden seine Produkte und Urlaubsorte wieder wettbewerbsfähig.
DJG/hru
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June 17, 2012 08:50 ET (12:50 GMT)
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