Außenminister Guido Westerwelle hat Griechenland nach der Wahl eindringlich zur Vertragstreue ermahnt. "Griechenland muss die Zusagen einhalten, die es eingegangen ist", sagte der FDP-Politiker in der ZDF-Sendung "Berlin Direkt". "Wenn Griechenland die Zusagen für null und nichtig erklärt, dann können wir nicht mehr mit Geldern eintreten", betonte Westerwelle. Er verwies darauf, dass Deutschland weiterhin bereit sei, Griechenland zu helfen. "Aber, Solidarität ist keine Einbahnstraße." Griechenland müsse die eingegangenen Zusagen einhalten.
Zurückhaltend äußerte sich Westerwelle zu griechischen Forderungen nach Nachverhandlung der Sparpakte. "Ich kann mir vorstellen, dass wir auf der Zeitachse noch etwas tun", sagte der Außenminister. Der politische Stillstand habe auch Schaden angerichtet, vor allem für die Menschen. Es sei aber "nicht zu verantworten", alles neu zu verhandeln. Westerwelle verwies darauf, dass Europa mit Blick auf andere Länder dann nicht mehr glaubwürdig sei. "Eines muss klar sein. Die Verträge in der Substanz, sie gelten. Sie stehen nicht zur Nachverhandlung zur Verfügung", betonte Westerwelle.
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June 17, 2012 14:04 ET (18:04 GMT)
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