Kaum eine Schlecker-Frau hat bisher einen neuen Job gefunden. Schuld daran ist der unflexible Arbeitsmarkt, auf dem Entlassungen teuer sind. Der Wettbewerb spielt auf diesem Markt eben nur eine begrenzte Rolle:
Die erste Entlassungswelle bei der insolventen Drogeriemarktkette Schlecker gab es im März. Mitte Juni hatte weniger als ein Fünftel der Freigesetzten einen neuen Job. Viele von diesen mussten geringere Arbeitszeiten und Einkommen oder längere Anfahrtswege zum Arbeitsplatz in Kauf nehmen. Was lehrt uns das? Der Arbeitsmarkt ist ein Markt auf dem der Wettbewerb nur eine begrenzte Rolle spielt. Die betroffenen Frauen können sich keine ähnlich einträgliche "Anschlussverwendung" sichern, wie Philip Rösler das ausdrückt, indem sie die gleiche Arbeit wie die Mitarbeiterinnen von dm für etwas weniger Lohn machen oder indem sie ihre Arbeitskraft den Einzelhändlern in ihrer Nachbarschaft billig anbieten.
Die weitaus meisten ...
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