Das hoch verschuldete Zypern stellt einen Antrag auf EU-Hilfen und hofft auf mildere Sparvorgaben als sie etwa Griechenland auferlegt wurden. Die "Troika" werde wohl nicht einziehen, hofft ein Regierungssprecher.
Mit dem hoch verschuldeten Zypern hat am Montag das inzwischen fünfte Land offiziell Finanzhilfen aus dem Euro-Rettungsfonds EFSF beantragt. Die Regierung in Nikosia erklärte am Montag, der Inselstaat sei aufgrund der engen Verflechtungen mit der griechischen Wirtschaft auf Hilfe angewiesen. Wie viel Geld zur Rekapitalisierung des angeschlagenen Bankensektors benötigte werde, sei noch unklar, sagte ein Diplomat. Die in früheren Medienberichten kolportierte Summe von zehn Milliarden Euro halte er aber für übertrieben.
"Wir haben Kontakt mit Brüssel aufgenommen. Experten werden in den nächsten Wochen kommen und berechnen, was wir brauchen und wie es weitergeht", sagte ein Regierungssprecher. Zuvor waren bereits Portugal, Griechenland, Irland und Spanien unter den Rettungsschirm geschlüpft.
Zypern wird das Geld nur gegen Auflagen erhalten, hofft aber auf eine vergleichsweise milde Behandlung. "Wir reden nicht über eine Troika nach dem Muster Griechenlands, das sollte klar sein", so Sprecher Stefanos Stefanou im zyprischen Staatsfernsehen RIK. Die "Troika" aus ...
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