Zürich (ots) - Die Strombranche muss bis Ende Jahr das Eigentum am
Übertragungsnetz an die Netzgesellschaft Swissgrid übergeben. Diese
ist bereits Betreiberin der 6700 Kilometer langen Leitungen, die
Strom von den grossen Kraftwerken ins In- und Ausland leiten. Das
entsprechende Vertragswerk hätte eigentlich bis Anfang Juli
abgeschlossen werden sollen. Nun greift die Strommarktregulatorin
ElCom ein. Sie hält diesen Termin laut einem Schreiben an die
Stromfirmen für «unrealistisch».
Gemäss Brief kann die ElCom der durch die Strombranche
ausgearbeiteten Lösung für die Eigentumsübertragung «nicht
zustimmen». Sie fürchtet, dass sich die Stromfirmen zu rasch zu viel
Geld ausbezahlen lassen und die Swissgrid dadurch in Schieflage
gerät. Die ElCom will nun selber einen Vorschlag für die
Eigentumsübertragung machen, wie es im Schreiben heisst.
Damit droht der Streit um das auf 1,7 Milliarden Franken
geschätzte Netz zu eskalieren. Die ElCom hält eine rechtzeitige
Überführung auf Ende Jahr zwar nach wie vor für möglich, so der
Brief. Gemäss Insidern dürfte der Regulator aber auch im neuen
Vorschlag den Stromfirmen nicht viel weiter entgegenkommen als
bisher. Damit droht die Transaktion zu scheitern. Der nächste Schritt
wäre die Enteignung. Die Strombranche ist offenbar enttäuscht. Man
sei der ElCom «sehr weit entgegengekommen», sagt ein Manager.
Originaltext: Handelszeitung
Digitale Medienmappe: http://www.presseportal.ch/de/pm/100009535
Medienmappe via RSS : http://www.presseportal.ch/de/rss/pm_100009535.rss2
Kontakt:
Mehr Informationen erhalten Sie unter der Nummer 043 444 59 00.
Übertragungsnetz an die Netzgesellschaft Swissgrid übergeben. Diese
ist bereits Betreiberin der 6700 Kilometer langen Leitungen, die
Strom von den grossen Kraftwerken ins In- und Ausland leiten. Das
entsprechende Vertragswerk hätte eigentlich bis Anfang Juli
abgeschlossen werden sollen. Nun greift die Strommarktregulatorin
ElCom ein. Sie hält diesen Termin laut einem Schreiben an die
Stromfirmen für «unrealistisch».
Gemäss Brief kann die ElCom der durch die Strombranche
ausgearbeiteten Lösung für die Eigentumsübertragung «nicht
zustimmen». Sie fürchtet, dass sich die Stromfirmen zu rasch zu viel
Geld ausbezahlen lassen und die Swissgrid dadurch in Schieflage
gerät. Die ElCom will nun selber einen Vorschlag für die
Eigentumsübertragung machen, wie es im Schreiben heisst.
Damit droht der Streit um das auf 1,7 Milliarden Franken
geschätzte Netz zu eskalieren. Die ElCom hält eine rechtzeitige
Überführung auf Ende Jahr zwar nach wie vor für möglich, so der
Brief. Gemäss Insidern dürfte der Regulator aber auch im neuen
Vorschlag den Stromfirmen nicht viel weiter entgegenkommen als
bisher. Damit droht die Transaktion zu scheitern. Der nächste Schritt
wäre die Enteignung. Die Strombranche ist offenbar enttäuscht. Man
sei der ElCom «sehr weit entgegengekommen», sagt ein Manager.
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