Die Allianz von Opel mit dem französischen Autokonzern PSA Peugeot Citroen soll nach einem Zeitungsbericht umfassender als erwartet ausfallen. Über die schon angekündigte Kooperation im Einkauf, der Entwicklung neuer Modelle und der Logistik hinaus sollen auch Teile der Produktion zusammengelegt werden, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet.
"Es gibt ein solches Szenario, über das derzeit ernsthaft mit den Franzosen verhandelt wird", sagte Armin Schild, der Vorsitzende des IG-Metall-Bezirks Mitte laut der Zeitung. Schild sitzt auch im im Aufsichtsrat der Rüsselsheimer.
Geplant sei, die PSA-Mittelklasselimousinen Peugeot 508 und Citroen C5 künftig im Opel-Stammwerk in Rüsselsheim vom Band laufen zu lassen. Aus dem Werk war zuletzt die Montage des Kompaktwagen Astra abgezogen worden.
Die beiden französischen Modelle werden laut der Zeitung bisher im PSA-Werk Rennes hergestellt, das im Fall der Verlagerung vermutlich geschlossen werden müsste.
Das Blatt schreibt unter Berufung auf Gewerkschafter weiter, dass die General-Motors-Tochter Opel im Zuge von Abfindungsprogrammen in Rüsselsheim sowie in Saragossa jeweils 1.500 Stellen abbauen wolle.
Früheren Unternehmensaussagen zufolge will der Opel-Aufsichtsrat am 28. Juni über einen umfangreichen Sanierungsplan für das Traditionsunternehmen abstimmen.
Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com
DJG/bam/kla
(END) Dow Jones Newswires
June 26, 2012 13:15 ET (17:15 GMT)
Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.
