Die Förderung von Solarstrom wird weiter gekürzt. Doch für Hausbesitzer ist der selbst erzeugte Strom trotz geringerer staatlicher Unterstützung noch immer ein lukratives Geschäft. In Zukunft vielleicht noch mehr.
Die Förderung von Solaranlagen wird gesenkt, allerdings nicht so stark wie zwischenzeitlich angekündigt. Darauf haben sich Bund und Länder nach monatelangem Streit wohl endlich geeinigt. Das sickerte aus Koalitions- und Oppositionskreisen durch. Die Zustimmung des Vermittlungsausschusses zu der Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) sei am Mittwochabend nur noch eine Formsache.
Rückwirkend soll die Kilowattstunde Strom für Kleinanlagen, die ab dem ersten April in Betrieb genommen wurden, nur noch mit 19,50 Cent pro Kilowattstunde vergütet werden. Diese Vergütung ist weiterhin ab Zeitpunkt der Inbetriebnahme für 20 Jahre garantiert. Wer im Februar seine Anlage in Betrieb nahm, bekam dagegen noch 24,43 Cent.
"Damit kann man als zukünftiger Anlagenbetreiber ganz gut leben, da eine ausreichende Rendite durch Verkauf und Einspeisevergütung noch drin ist", sagt Holger Schneidewindt, Experte für Energierecht bei der Verbraucherzentrale NRW. Die Kehrseite sei jedoch, dass jeder Stromverbraucher mit seiner Stromrechnung diese Förderung über die EEG-Umlage bezahlen muss.
Positiv für Hausbesitzer ist aber, dass nun wohl doch hundert Prozent ihres erzeugten Stroms gefördert werden. Zwischenzeitlich war geplant, die Förderung ab 2013 auf 80 Prozent zu beschränken. Doch gerade in der eigenen Nutzung des selbst erzeugten Stroms sehen Experten den Reiz der Photovoltaikanlagen.
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