Die Ölpreise haben am Mittwoch nach einem freundlichen Handelsauftakt an den New Yorker Aktienmärkten und einem leichten Rückgang der Ölreserven in den USA die Stabilisierung der Vortage fortgesetzt und leicht zugelegt. Am Nachmittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur August-Lieferung 93,47 US-Dollar. Das waren 45 Cent mehr als am Dienstag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI (West Texas Intermediate) stieg um 82 Cent auf 80,59 Dollar.
Die Ölpreise setzten damit ihre Stabilisierung seit Wochenbeginn fort. In den Wochen zuvor hatten sie eine rasante Talfahrt hingelegt und seit März um bis zu 30 Prozent nachgegeben. Händler nannten unter anderem den zuletzt stabilen Dollar-Kurs als wichtigen Grund für die ruhigere Lage. Die bessere Stimmung an den Aktienmärkten habe zusätzlich gestützt. Am Nachmittag sind die US-Börsen mit Gewinnen in den Handel gestartet.
Gestützt wurden die Ölpreise auch von den jüngsten Daten zu den Ölreserven in den USA. Nach Angaben der US-Regierung gingen die Lagerbestände an Rohöl um 0,1 Millionen Barrel auf 387,2 Millionen Barrel zurück. Unmittelbar nach der Veröffentlichung der Daten erreichte der Preis für US-Öl zeitweise ein Tageshoch bei 81,27 Dollar.
Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) legte unterdessen deutlich zu. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Mittwoch kostete ein Barrel am Dienstag im Durchschnitt 90,13 US-Dollar. Das waren 1,21 Dollar mehr als am Montag. Die Opec berechnet ihren durchschnittlichen Ölpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells./jkr/hbr
AXC0246 2012-06-27/17:14