Positive Konjunkturdaten haben am Mittwoch
die US-Börsen gestützt. So waren die Aufträge für langlebige Güter
im vergangenen Monat rund doppelt so stark gestiegen wie zuvor von
Experten prognostiziert. Zudem hatten sich die noch nicht
vollständig abgeschlossenen Hausverkäufe im Mai viel deutlicher als
erwartet erholt. Dennoch sind die Anleger Marktexperten zufolge vor
dem am morgigen Donnerstag beginnenden EU-Gipfel zur europäischen
Schuldenkrise weiter vorsichtig. Allgemein werde bezweifelt, dass es
dort substanzielle Fortschritte geben werde.
Der Dow Jones Industrial gewann 0,69 Prozent auf
12.621,67 Punkte. Für den marktbreiten S&P 500-Index ging
es um 0,82 Prozent auf 1.330,78 Punkte nach oben. An der
technologielastigen Nasdaq-Börse stieg der Composite Index
um 0,66 Prozent auf 2.873,00 Punkte, der Auswahlindex
Nasdaq 100 legte um 0,59 Prozent auf 2.564,85 Punkte zu.
Im Fokus standen die vortags sehr festen Aktien von Facebook
, die nun 2,18 Prozent auf 32,38 US-Dollar abgaben.
Belastend wirkten hier verhaltene Analystenkommentare. Drei von fünf
Banken, die am heutigen Mittwoch die Beobachtung des
Online-Netzwerks aufgenommen hatten, bewerten die Titel mit einem
neutralen Votum. Die Experten monierten insbesondere, dass Facebook
mit seinen Bemühungen, seine Nutzerdaten zu Geld zu machen, erst am
Anfang stehe. Aus der zunehmend mobilen Internetnutzung würden
außerdem noch keine nennenswerten Umsätze erzielt.
Unter den weiteren Technologiewerten rückten die Papiere von
Apple um 0,25 Prozent vor. Der Computer- und
Elektronikkonzern hatte im erbitterten Patentstreit mit dem
koreanischen Konkurrenten Samsung auch in den
USA gepunktet. Wie in Deutschland darf der Tablet-Computer Galaxy
10.1 nach einem einstweiligen Verkaufsstopp nicht mehr vertrieben
werden.
Bei den Monsanto-Papieren sorgten indes gute
Zahlen für Gewinne von 4,10 Prozent. Der Agrarchemiekonzern hatte im
dritten Geschäftsquartal sein Nettoergebnis um mehr als ein Drittel
gesteigert und mit seinem bereinigten Gewinn je Aktie die
Analystenerwartungen übertroffen. Zudem bestätigte das Unternehmen
seinen Gewinnausblick für das Geschäftsjahr.
Der Pharmakonzern Bristol-Myers Squibb will
deutlich mehr Aktien zurückkaufen als bislang geplant. Der
Verwaltungsrat genehmigte weitere Aktienrückkäufe für bis zu drei
Milliarden Dollar. Die Quartalsdividende bleibt bei 34 Cent. Zuletzt
ging es für die Anteilsscheine um 1,65 Prozent nach oben./la/ck
ISIN US2605661048 XC0009694271 US6311011026 US78378X1072
AXC0294 2012-06-27/19:58