Von Laurence Norman
BRÜSSEL--Vor wenigen Tagen war es bereits aus Kreisen durchgesickert: Der weltgrößte Bierkonzern Anheuser-Busch InBev übernimmt den mexikanischen Corona-Brauer Grupo Modelo SAB de CV komplett. Schon jetzt besitzt die AB InBev NV die Hälfte der Anteile, den Kauf der restlichen Hälfte lässt sich das Unternehmen 20,1 Milliarden US-Dollar kosten. Je Aktie zahlt der Konzern mit Sitz in Belgien 9,15 Dollar, das ist ein Aufschlag von rund 30 Prozent auf den Schlußkurs vom 22. Juni.
AB InBev ist bereits der weltgrößte Konzern der Branche. Nach dem Zusammenschluss kommt der Konzern 2012 auf einen geschätzten Umsatz von 47 Milliarden Dollar, den er in 24 Ländern erzielt. Wichtigste Marke des mexikanischen Unternehmens ist das Bier Corona.
Die erste Hälfte an den Mexikanern hatte die belgische InBev-Gruppe im Jahr 2008 zusammen mit dem amerikanischen Budweiser-Produzenten Anheuser-Busch übernommen. Durch die Transaktion entstand damals der nach Absatz weltgrößte Bierbrauer.
Fraglich ist, ob die Kartellwächter dem Zusammenschluss von Modelo und AB Inbev zustimmen werden. Der Konzern hat in den USA bereits eine beträchtliche Marktmacht und würde mit der Marke Corona seinen Einfluss auf dem US-Biermarkt weiter ausbauen. Das mexikanische Bier ist das meistverkaufte Importbier in den USA. Zudem verkaufen die Mexikaner mit der Marke Modelo Especial auch die Nummer Drei auf der Rangliste der US-Importbiere.
Grupo Modelo soll seinen Namen und seine Identität auch unter der InBev-Führung behalten und auch weiterhin den Sitz in Mexico City haben. Die beiden Unternehmen hoffen aus der Transaktion auf Synergien von etwa 600 Millionen Dollar jährlich.
Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com
(Amy Guthrie hat zu dem Artikel beigetragen)
DJG/sha/jhe
(END) Dow Jones Newswires
June 29, 2012 03:57 ET (07:57 GMT)
Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.


