Von Melodie Warner
Der US-Aluminiumhersteller Alcoa trennt sich von seinem Wasserkraftwerk Tapoco an der Grenze der beiden US-Bundesstaaten Tennessee und North Carolina. Der von dem ehemaligen Siemens-Chef Klaus Kleinfeld geleitete Konzern will das 351-Megawatt-Kraftwerk für 600 Millionen US-Dollar an den kanadischen Energiekonzern Brookfield Renewable Energy Partners verkaufen.
Ein Viertel der Kraftwerksanteile wollen die Kanadier behalten, die restliche Beteiligung bringt das Unternehmen in einen Investmentfonds einer Konzerntochter ein. Bis Ende des Jahres wollen beide Unternehmen den Verkauf abgeschlossen haben, wie die Alcoa Inc mitteilte.
Alcoa hatte das Wasserkraftwerk Tapoco ursprünglich entwickelt, um seine Aluminiumproduktion in Tennessee mit Energie zu versorgen. Im Januar hatte der Konzern aber angekündigt, sein Schmelzwerk in Tennessee im ersten Halbjahr zu schließen.
Nach einem Verlust im Schlussquartal des vergangenen Jahres war der Aluminiumkonzern überraschend mit einem Gewinn in das neue Geschäftsjahr gestartet. Um wieder profitabler zu arbeiten, hatte Alcoa zuvor drastische Produktionskürzungen angekündigt. Konzernweit soll die Schmelzkapazität insgesamt um 12 Prozent verringert werden.
Das Unternehmen wird am 9. Juli mit seinen Zahlen zum zweiten Quartal traditionell die US-Berichtssaison eröffnen.
Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com
DJG/DJN/hhb/kla
(END) Dow Jones Newswires
June 29, 2012 11:45 ET (15:45 GMT)
Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.


