Warum die neuen Porsche-Rekordzahlen die Anleihe interessant machen oder sich Zertifikate auf Dell und Hewlett-Packard für Anleger lohnen könnten. Aktien, Fonds, Anleihen und Zertifikate für die private Geldanlage.
Anleihetipp - Porsche: Luxus lohnt sich
Als ob es weder Konjunktur- noch Finanzkrise gäbe, verkauft Porsche so viele Autos wie noch nie: Mit den 13 331 Auslieferungen vom Mai hat das Stuttgarter Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr 13 Prozent mehr abgesetzt. Geht es in diesem Tempo weiter, würde Porsche in diesem Jahr auf mehr als 130.000 Autos kommen – und schon in vier Jahren das für 2018 gesteckte Ziel von 200.000 erreichen. So gesehen sollten Porsche-Anleihen mit Laufzeit bis 2016 ein sicheres Investment sein.
Porsche ist eben kein reiner Sportwagenhersteller mehr, sondern dank Gelände-SUV und Oberklassen-Limousinen (die zusammen drei Viertel der verkauften Fahrzeuge ausmachen) ein Hersteller von Luxusautos. Deren Markt ist viel breiter als der für reine Sportvehikel. Vor allem in den Schwellenländern kommt Porsche damit gut an. Von 100 verkauften Fahrzeugen gehen derzeit allein 23 nach China. Zum Vergleich: In die USA werden 21 geliefert, in Deutschland bleiben nur 14. Dass der Klassiker 911 gerade mit neuen Modellen am Start steht, hilft natürlich auch.
Es ist absehbar, dass Porsche in diesem Jahr Rekordzahlen einfährt. Der Umsatz kann von 10,9 Milliarden Euro auf mehr als 13 Milliarden klettern. Wegen hoher Investitionen dürfte der Nettogewinn nicht so stark zulegen, aber dennoch nach 1,46 Milliarden Euro mehr als 1,6 Milliarden erreichen. Die Finanzen sind in Ordnung. Die Nettoschulden (Stand Ultimo 2011: 2,6 Milliarden Euro) sind auf dem Rückmarsch. Dazu stehen in den Büchern knapp sieben Milliarden Euro Eigenkapital, ein Drittel der Bilanzsumme.
Anleihe-Info: PorscheKurs (in Prozent) 105,08Kupon (in Prozent) 3,875Rendite (in Prozent)2,51Laufzeit bis1. Februar 2016WährungEuroISINDE000A0GMHG2Allerdings, die Eigentumsverhältnisse sind unübersichtlich. Emittentin der Anleihe ist die Porsche International Financing mit Sitz in Irland. Deren Dachgesellschaft ist die Porsche Zwischenholding, in der das Autogeschäft steckt, die Porsche AG aus Stuttgart. Die Zwischenholding wiederum gehört je zur Hälfte VW und der übergeordneten Porsche Holding (PSE). Hinter denen stehen als letzte Instanz zu 90 Prozent die Familien Porsche und Piëch sowie zu zehn Prozent das Emirat Qatar.
Natürlich, eine solche Ansammlung mächtiger Anteilshaber spricht dafür, dass es keine Probleme geben sollte, wenn die Anleihe (Nennwert eine Milliarde Euro) 2016 zurückgekauft wird. Andererseits haben PSE und VW milliardenschwere Klagen am Bein, die aus der Zeit des Übernahmeversuchs von Volkswagen durch Porsche stammen. Wie hoch die Belastungen ausfallen und wann VW und Porsche wie geplant fusionieren, ist offen – und deshalb sollte der Anlagebetrag für Porsche-Anleihen überschaubar bleiben.
Aktientipp - CF Industries: Preiswerter Favorit im Düngemittelsektor
Nicht Spekulanten, sondern Sorgen vor trockenheitsbedingten Ernteausfällen schoben die Preise von Agrarrohstoffen, die zur Herstellung unverzichtbarer Grundnahrungsmittel benötigt werden, in den vergangenen Tagen nach oben. Geringeren Ernteerträgen folgen sinkende Lagerbestände. Damit steigt die Gefahr von Versorgungslücken in der Zukunft, zumal der weltweite Nahrungsmittelbedarf weiter zunimmt.
Die UN rechnet bis 2050 mit einem Anstieg der Weltbevölkerung von sieben auf neun Milliarden Menschen. Nach Schätzungen der Welternährungsorganisation FAO müsste die globale Agrarproduktion bis 2050 um 70 Prozent steigen, um die Nahrungsbedürfnisse der Weltbevölkerung zu decken. Doch die Ackerflächen werden sich gemäß FAO bis 2050 nur um fünf Prozent ausweiten. Also wird es vor allem darum gehen, mehr Ertrag aus den Flächen herauszuholen.
Knapp die ...
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