Nicht nur für den letzten WestLB-Chef Voigtländer ist die Zerschlagung der Bank kein großer Wurf. Auch Experten sehen keine bedeutende Veränderung der problembehafteten Landschaft der Landesbanken.
Die Finanzmarktkrise und Brüssel haben geschafft, was Landespolitiker und Banker seit Jahrzehnten verhindern: Die Zahl der deutschen Landesbanken sinkt. Mit der Zerschlagung der WestLB ist Nordrhein-Westfalen das erste große Bundesland ohne eigene Landesbank. Mit dem Düsseldorfer Bankkonzern verschwindet erstmals seit Ausbruch der Krise in Deutschland vor fünf Jahren eine Großbank vom Markt. Die Steuerzahler und die Sparkassen müssen bei dem Abriss Milliardenlasten schultern. In anderen Bundesländern heißt das Motto Umbau statt Zerschlagung.
"Ich bin fest davon überzeugt, dass der Landesbankensektor in der jetzigen Aufstellung langfristig nicht überlebensfähig ist", sagte der letzte WestLB-Chef Dietrich Voigtländer der "Wirtschaftswoche". Um Kapazitäten abzubauen, seien Fusionen am sinnvollsten, auch wenn sie leider schmerzhaften Personalabbau bedeuteten. "Bis heute werden überkommene Strukturen einzementiert, und regionale Interessen bleiben im Vordergrund", kritisierte Voigtländer. Die WestLB wird heute zerschlagen.
Beim WestLB-Chef mag Enttäuschung mitklingen. Aber auch Beobachter sehen ungelöste Probleme bei Landesbanken. "Ich ...
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