Bei einer deutlichen Zuspitzung der Staatsschuldenkrise ist nach Ansicht der Vizepräsidentin der Deutschen Bundesbank keine europäische Bank vor erheblichen Verlusten geschützt. Sabine Lautenschläger sagte dem Magazin Focus, dies beträfe auch die deutschen Geldhäuser. Insgesamt seien diese aber stabiler als noch vor drei Jahren. "Die deutschen Institute sind heute widerstandsfähiger als bei der letzten Krise." Sie hätten Risiken abgebaut und Kapital aufgenommen.
Lautenschläger sagte, sie sehe keine Anzeichen dafür, dass Sparer Geld aus Deutschland abzögen und ins Ausland brächten. "Derzeit fließt Geld nach Deutschland, es fließt nicht ab. Wir gelten als sicherer Hafen", so Lautenschläger.
Für die Zukunft der Banken in Deutschland erwartet sie, "dass der Wettbewerb härter wird und letztlich für eine Auslese" sorge. Denn die deutschen Banken hätten ihr lukratives, aber ebenso riskantes Investment-Banking auf eigene Rechnung aufgegeben. Sie konzentrierten sich mehr auf ihre Kernfelder wie das Privat- und Firmenkunden-Geschäft.
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July 01, 2012 07:58 ET (11:58 GMT)
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