Investmentbanker verdienen zu viel - das schien stets eine allgemein anerkannte Wahrheit. Doch jetzt zeigt eine aktuelle Studie, dass die höheren Gehälter der Banker auch zu besseren Ergebnissen führen. Manchmal.
Manchmal geben sich selbst Investmentbanker bescheiden. "Wir sind nichts anderes als Erfüllungsgehilfen", behauptet Alexander Dibelius, der Deutschland-Chef von Goldman Sachs, gern.
Doch spätestens, wenn es um die Bezahlung geht, ist es bei Dibelius und Co. mit der Bescheidenheit vorbei - die Honorarsätze der führenden Investmentbanken sind schwindelerregend. 2007, auf der Höhe der letzten Übernahme-Welle, kassierten Investmentbanken mit der Beratung bei Fusionen und Übernahmen weltweit 40 Milliarden Dollar.
Doch sind die Starbanker das viele Geld überhaupt wert?
Ja, sagen drei Ökonomen in einer Studie, die jetzt im angesehenen "Journal of Finance" erschienen ist. Unternehmen, die sich von großen Banken beraten lassen, können bei Übernahmen und Fusionen ihren Börsenwert kräftig steigern, lautet das Fazit des Forscherteams um Andrej Golubov von der City Universität in London.
Die Investmentbanker der Marktführer erkannten laut Studie bessere Synergien zwischen Käufern und Gekauften. Zudem holten sie in den Verhandlungen mit der Gegenseite für ihre Kunden günstigere Konditionen heraus. Dadurch verbesserte sich die Bewertung des Unternehmens an der Börse um durchschnittlich 65 Millionen Dollar. Unternehmen, die bei Übernahmen mit kleineren Banken zusammenarbeiteten, hatten bei ihren Einkaufstouren auf dem Unternehmensmarkt ...
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