Wie stark eine Industrie wächst, wollen amerikanische Ökonomen künftig mit Satelliten erforschen. Kein Witz: Die Helligkeit in Ländern bei Nacht könnte ein neuer Indikator für die Wirtschaftskraft eines Landes werden.
Das Durchschnittseinkommen der Menschen in Ruanda lag im Jahr 2005 bei umgerechnet 1 400 Dollar. So stand es jedenfalls lange Zeit in der Datensammlung der Weltbank. Doch nachdem die Statistiker in New York kürzlich ihre Tabellen überarbeiteten, stand da ein anderer Wert: 800 Dollar. Die Wirtschaftsforscher hatten sich also um mehr als 40 Prozent verschätzt. Ähnliches passierte mit Mosambik, Uganda, Burundi und einigen anderen Ländern.
Schuld daran ist nicht die Weltbank, sondern die schlechte Qualität der nationalen Statistiken. Vor allem bei afrikanischen Ländern sind Aussagen zu Wirtschaftskraft und Wachstum oft nicht mehr als Kaffeesatzleserei. Weil ein großer Teil des Wirtschaftslebens unbemerkt von den Behörden stattfindet, gibt es oft keine verlässlichen Rohdaten - keine Firmenstatistiken, keine Arbeitsmarktdaten, oft nicht einmal gute Bevölkerungszahlen.
Eine neue Möglichkeit, ...
Den vollständigen Artikel lesen ...