Der Ölkonzern Chevron wird für Umweltschäden im Amazonasgebiet noch stärker zu Kasse gebeten. Ein ecuadorianisches Gericht hat die Strafe nun auf 19,02 Milliarden US-Dollar festgesetzt. Das im vergangen Jahr ursprünglich verhängte Bußgeld lag bei 18,2 Milliarden Dollar.
In der nun verhängten Strafe enthalten sind rund 900 Millionen Dollar für die Amazon Defense Front, eine von den Klägern gebildete Koalition, wie aus einem Gerichtsdokument hervorgeht. Weitere 8,6 Milliarden Dollar muss Chevron zahlen, weil sich der Konzern nicht entschuldigt hat.
Der Ölkonzern war nicht umgehend für eine Stellungnahme zu erreichen. Chevron hat die Verantwortung für die Schäden stets zurückgewiesen.
Vertreter von Ureinwohnergruppen fordern Entschädigung für die Verseuchung ihres Landes durch Texaco. Das Unternehmen war von 1964 bis 1992 in Ecuador tätig und 1993 von den Bewohnern des ölreichen Amazonasregenwaldes verklagt worden, zunächst vor einem New Yorker Gericht. Chevron "erbte" die Klage durch die Übernahme von Texaco im Jahr 2001.
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July 27, 2012 02:17 ET (06:17 GMT)
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