Von Stelios Bouras
ATHEN--Das griechische Reform- und Sanierungsprogramm ist aus Sicht des frisch ernannten Finanzminister Jannis Stournaras in Teilbereichen aus der Spur geraten. Es gebe zwar Licht am Ende des Tunnels, doch es werde ein langer Weg bis zu einer wirtschaftlichen Erholung werden, sagte der Minister anlässlich der Gespräche mit der Troika-Delegation. Diese setzt sich aus Vertretern von EU, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) zusammen.
Ministerpräsident Antonis Samaras hielt dem später in einer Stellungnahme entgegen, Griechenland werde das Reformtempo erhöhen und effizientere Schritte bei der Haushaltssanierung einleiten. Dies habe er auch der Troika versichert.
Die Dreiergruppe, die am Donnerstag ihre dreitägigen Besuch in Athen begann, dürfte auf neue Maßnahmen drängen, um Einnahmeausfälle als Folge der de facto regierungslosen Zeiten durch zwei Parlamentswahlen kurz nacheinander auszugleichen. Dies könnte zu Konflikten mit der Regierung in Athen führen, die den Wählern Erleichterungen bei den Sparbemühungen versprochen hat, durch die das Land in einer wirtschaftliche Abwärtsspirale geraten war.
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July 05, 2012 09:54 ET (13:54 GMT)
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