Soll Griechenland mehr Zeit für die Reformen bekommen? In der Bundesregierung sind sich die Koalitionäre darüber nicht einig. Die FDP könnte sich ein kleines Zugeständnis vorstellen. Die CDU mauert.
FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle und Generalsekretär Patrick Döring äußerten in Interviews, die am Samstag veröffentlicht wurden, die Bereitschaft, dem Krisenland zumindest ein paar Wochen mehr Zeit einzuräumen, um seine Versprechungen einzulösen. Dagegen sperrte sich der Parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion, Michael Grosse-Brömer. Auch die zeitlichen Vorgaben müssten eingehalten werden, sagte er dem "Tagesspiegel am Sonntag".
Griechenlands neuer Ministerpräsident Antonis Samaras hatte am Freitag in einer Regierungserklärung die internationalen Gläubiger um zusätzliche zwei Jahre Spielraum zur Erfüllung der Auflagen gebeten. Es gehe aber nicht um Änderungen an den vereinbarten Spar- und Reformzielen, hatte er im Parlament unterstrichen. Zugleich mahnte er, das Gerede ausländischer Politiker über einen Austritt Griechenlands aus der Eurozone müsse aufhören, da sie alle Reformbemühungen untergrüben.
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