Die Merck KGaA erhöht einem
Pressebericht zufolge den Druck auf die portugiesische Regierung im
Streit um offene Rechnungen. Der Pharmakonzern drohe damit, künftige
Forschungsprojekte mit einem Volumen in zweistelliger
Millionen-Euro-Höhe abzuziehen, wenn die staatlichen Krankenhäuser
sich nicht an bereits getroffene Abmachungen zur Schuldentilgung
halten, berichtet die "Financial Times Deutschland"
(FTD/Montagsausgabe). Die fehlende Zahlungsmoral des portugiesischen
Staates untergrabe das Vertrauen, sagte der Geschäftsführer von
Merck Portugal, Fritz Sacher, der Zeitung.
Nach Angaben der "FTD" schulden allein die staatlichen
Krankenhäuser in Portugal der Pharmaindustrie insgesamt mehr als 1,5
Milliarden Euro. Im Durchschnitt müssten die Unternehmen knapp 550
Tage warten, bevor ihre Rechnungen bezahlt werden. Wegen der
fehlenden Zahlungsmoral in den hoch verschuldeten Staaten - neben
Portugal auch Spanien, Italien und Griechenland - hätten Konzerne
wie Roche bereits den kreditfinanzierten
Medikamentenverkauf eingestellt./edh
ISIN CH0012032048 DE0006599905
AXC0038 2012-07-08/19:56