Der Eurokurs
Am Devisenmarkt überwiegt damit weiter das Misstrauen gegenüber dem Euro - trotz einiger verhaltener Lichtblicke in der Schuldenkrise. So hatten die Euro-Finanzminister in Brüssel rasche Hilfen für den maroden spanischen Bankensektor beschlossen - die ersten 30 Milliarden Euro sollen noch in diesem Monat fließen. "Auch wenn viele Details unklar bleiben, ist das ein Schritt in die richtige Richtung", kommentierte Jürgen Michels, Europa-Chefvolkswirt der Citigroup. Die Renditen für Spaniens Staatsanleihen gaben von hohem Niveau aus deutlich nach. Positive Nachrichten kamen auch aus dem zweiten großen Euro-Krisenland Italien, wo die Industrieproduktion im Mai leichte Anzeichen einer Besserung gezeigt hatte.
Dass der Euro dennoch unter Druck bleibt, zeigt jedoch, dass der Devisenmarkt von den Rettungskonzepten nach wie vor nicht überzeugt ist. Für zusätzliche Unsicherheit sorgt die Ungewissheit, ob der dauerhafte Euro-Rettungsschirm ESM und der Fiskalpakt in Deutschland verabschiedet werden können. Das Bundesverfassungsgericht verhandelt bis zum Dienstagabend über Eilanträge gegen die Gesetze. Mit einer endgültigen Entscheidung wird allerdings erst Ende Juli gerechnet.
Zu anderen wichtigen Währungen hatte die EZB die Referenzkurse
für einen Euro auf 0,79210 (0,79360) britische Pfund
ISIN EU0009652759
AXC0229 2012-07-10/17:05