Die Rettung der maroden spanischen Banken könnte Kleinsparer laut Zeitungsberichten teuer zu stehen kommen. Die Bedingungen, unter denen Spanien Hilfsgelder zur Sanierung seines Finanzsektors erhält, sollen milliardenschwere Belastungen für Privatanleger vorsehen. Das geht aus Berichten der spanischen "El Pais" und der britischen "Financial Times" (FT) vom Mittwoch hervor. Beide Blätter berufen sich auf die Vereinbarung zwischen Spanien und seinen Euro-Partnern, das sogenannte "Memorandum of Understanding".
Dem "FT"-Bericht zufolge sollen die Anteilseigner von hilfsbedürftigen spanischen Banken gezwungen werden, Forderungen abzuschreiben. Betroffen seien Vorzugsaktien und nachrangige Schuldverschreibungen - Papiere, die in großem Stil als Sparprodukte an Privatanleger verkauft wurden. Laut Zahlen der spanischen Notenbank soll es um ein ausstehendes Volumen von mehr als 60 Milliarden Euro gehen. Spaniens Wirtschaftsminister Luis de Guindos habe bereits im Mai eingeräumt, dass es ein Fehler gewesen sei, diese Art von Papieren an Kleinsparer zu verkaufen und man nun nach Lösungen für das Problem suchen müsse./hbr/bgf
AXC0103 2012-07-11/10:45
