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| Volkswagen AG - Wachstumsschub aus China und den USA Der Volkswagen-Konzern mit Sitz in Wolfsburg ist der größte Automobilhersteller Europas und weltweit führend in der Automobilproduktion. In Westeuropa stammen 23% aller Fahrzeuge aus dem Konzern, dem insgesamt 11 Marken aus sieben europäischen Ländern angehören. Mit über 500.000 Beschäftigten und 94 Fertigungsstätten in 18 Ländern produziert der Volkswagen-Konzern an einem Arbeitstag rund 34.500 Fahrzeuge aller Art. Der Umsatz des Konzerns belief sich im Jahre 2011 auf 159 Mrd. EUR, was eine Steigerung um mehr als 25% zum Vorjahreswert bedeutet. Das Jahresergebnis wurde 2011 von 7,2 Mrd. auf 15,8 Mrd. EUR mehr als verdoppelt. Im ersten Quartal dieses Jahres übertraf Volkswagen zudem die Erwartungen der Analysten. Diese gingen nämlich davon aus, dass die zuletzt hohen Investitionen in verschiedene Werke das Ergebnis drücken würden. VW konnte jedoch den Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 37,4 Mrd. um 26% auf 47,3 Mrd. EUR steigern, was unter anderem durch den Beitrag des im November 2011 übernommenen Lastwagenherstellers MAN zustande kam. Der operative Gewinn wurde von 1,7 Mrd. um 88% auf 3,2 Mrd. EUR erhöht. In diesem Quartal konnte der Konzern außerdem zum ersten Mal mehr als 2,2 Mio. Fahrzeuge absetzen. Grund hierfür waren unter anderem der anhaltende Boom in China und die Erholung des US-Automarktes. Für das zweite Quartal dieses Jahres erwarte man trotz der angespannten Situation auf dem europäischen Markt laut eigenen Angaben ein positives Ergebnis, größtenteils bewirkt durch die breite Aufstellung in internationalen Wachstumsmärkten. Gemäß der Finanzkennzahlen auf Bloomberg, könnte man, basierend auf den Konsenszahlen der Analysten, für das Gesamtjahr 2012 ein Umsatzwachstum von 159 Mrd. um 6,3% auf 169 Mrd. und eine Steigerung des Gewinns von 15,8 Mrd. EUR um 9,5% auf 17,3 Mrd. EUR erwarten. China sei momentan der wichtigste Markt der gesamten internationalen Automobilbranche und werde es laut Meinung von Branchen- und Finanzexperten auch in den kommenden Jahren sein. Der Volkswagen-Konzern ist in der Volksrepublik schon seit Mitte der 1980er Jahre in Form von Gemeinschaftsunternehmen mit lokalen Automobilbauern tätig. Laut Analystenmeinungen plane der Konzern, bis 2016 14 Mrd. EUR in Werke in China zu investieren, um die jetzige Produktionskapazität von etwa 2,2 Mio. Autos in den nächsten zweieinhalb Jahren um 36% auf 3 Mio. zu erhöhen. Auch Nordamerika sei neben China jetzt und in Zukunft ein wichtiger Umsatztreiber für den Wolfsburger Konzern. Insgesamt wolle der VW-Konzern den Automobilabsatz in den USA in diesem Jahr auf 500.000 verkaufte Autos steigern. Dies entspräche einer Steigerung um 12,5%. Im 1. Quartal 2012 konnten die Verkäufe, verglichen mit dem Vorjahr, um 40% gesteigert werden. Eigenen Aussagen zufolge habe der VW-Konzern das Ziel, bis spätestens 2018 der weltweit größte Automobilhersteller zu werden. Neben den erwähnten Umsatz- und Gewinnsteigerungen durch Expansion und Absatzsteigerungen in China und den USA verspreche sich der VW-Konzern zudem in diesem Jahr einen Sondergewinn im Finanzergebnis von etwa 9 Mrd. EUR. Der Grund hierfür sei, dass bei der Übernahmevereinbarung mit Porsche im Jahre 2009 bereits weitestgehend der Preis fixiert worden sei, der Zuffenhausener Sportwagenhersteller seinen Wert jedoch seitdem weiter gesteigert hatte. Laut eigenen Angaben rechne VW-Chef Winterkorn damit, dass beide Unternehmen jährlich mindestens 700 Mio. EUR durch die Kooperation bei Forschung und Entwicklung, Einkauf, Produktion und Vertrieb sparen könnten. Anleger sollten beachten, dass die Umsatzzahlen des VW-Konzerns von vielen Einflussfaktoren abhängig sind. Zudem sind vergangene Wertentwicklungen kein Indikator für die Zukunft. Auch ist noch unklar, ob der Konzern in Zukunft in der Lage sein wird, die Management-Herausforderungen eines stetig wachsenden Großkonzerns meistern zu können. Des Weiteren können internationale makroökonomische Entwicklungen, welche die Nachfrage nach Nutz- und Personenkraftfahrzeugen mindern, sich negativ auf den Umsatz und somit auch auf den Aktienkurs auswirken. Darüber hinaus sind internationale Engagements stets politischen Risken ausgesetzt, welche kurz- und langfristig zu negativen Effekten führen können. Bei einem aktuellen Kurs von 130,90 EUR bewerten derzeit 28 Analysten bei Bloomberg die VW-Vorzugsaktie mit "KAUFEN" und 9 Analysten mit "HALTEN". Kein Analyst setzt die VW-Aktie auf "VERKAUFEN". Das 12-Monats-Kursziel auf Bloomberg liegt bei 175,00 EUR. Aktienanleihe auf Volkswagen AG
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