Rund 80 Prozent der deutschen Fondsbesitzer haben laut BVI bei ihrer Anlage primär die Altersvorsorge im Blick. Zugleich seien Investmentfonds für 70 Prozent vor allem als langfristige Anlage interessant, heißt es in einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage des Markt- und Meinungsforschungsinstituts Forsa für den Bundesverband Investment und Asset Management (BVI). 56 Prozent der Befragten gäben zudem an, regelmäßig in einen Fondssparplan einzuzahlen. "Die Untersuchung zeigt, dass Investmentfonds als Anlageprodukt für langfristiges Vorsorgesparen anerkannt sind", sagte BVI-Hauptgeschäftsführer Thomas Richter. "Für mehr als die Hälfte der Fondssparer ist zudem der Kapitalerhalt in Inflationszeiten entscheidend." Laut BVI besitzt jeder vierte Deutsche Investmentfonds.
Der eingebaute Insolvenzschutz sei für 78 Prozent der Anleger kaufentscheidend, heißt es in der Studie weiter. Allerdings sei dieser den meisten Bürgern nicht bekannt. Zudem meinten mehr als die Hälfte der Befragten, dass Investmentfonds nur etwas für Leute mit viel Geld seien. Die Möglichkeit von Sparplänen sei nur wenigen bekannt. Dass der Umfrage zufolge jeweils gut ein Drittel überschüssige Geldmittel in renditeschwache Tagesgeldkonten oder Sparbücher stecken, gibt Richter zu denken. "Um die Inflation auszugleichen, sind gerade für die langfristige Altersvorsorge stärker sachwertorientierte Anlagen erforderlich", mahnte der Experte. "Es gilt deshalb, mehr Menschen über grundlegende wirtschaftliche Zusammenhänge zu informieren."/gl/ag
Die bevölkerungsrepräsentative Befragung von 2.000 Personen ab 18 Jahren wurde im Juni 2012 abgeschlossen und ermöglicht laut BVI ein umfassendes Bild von der privaten Investmentfondsanlage in Deutschland.
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