Der französische Autobauer Renault droht an seinen Absatzzielen für 2012 zu scheitern. Im
ersten Halbjahr verkaufte die Gruppe nach am Mittwoch
veröffentlichten Zahlen lediglich 1,33 Millionen Fahrzeuge und damit
3,3 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Jahresziel ist
eigentlich ein Absatzrekord. Als Grund für die negative Entwicklung
nannte Renault die schwierige Situation auf dem europäischen Markt.
Dort brachen die Verkaufszahlen um 14,9 Prozent ein. Deutliche
Zugewinne auf den Märkten außerhalb Europas (+14,3) konnten die
Verluste nicht kompensieren.
Endgültig wollte Renault seine Absatzziele am Mittwoch noch
nicht aufgeben. "Ob wir die Verkaufszahlen von 2011 übertreffen
können, wird zu einem großen Teil vom wirtschaftlichen und
finanziellen Umfeld in Europa abhängen", kommentierte Vertriebschef
Jérôme Stoll. Dieses sei aber weiter sehr unsicher. Ursache der
erheblichen Absatzrückgänge in Europa sei auch die Strategie, die
Margen zu halten.
In einer echten Krise steckt Renaults heimischer Rivale PSA
Peugeot Citroën. Das Unternehmen musste am
Mittwoch ankündigen, dass der italienische Partner Fiat bis Ende des Jahres seine Beteiligung an einer
gemeinsamen Produktionsstätte im nordfranzösischen Sevelnord
aufgibt. Das Werk steht damit ebenso wie das in Aulnay-sous-Bois bei
Paris vor einer ungewissen Zukunft. Am Donnerstag will sich die
Unternehmensführung zu den Perspektiven äußern./aha/DP/stb
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AXC0238 2012-07-11/16:32