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Kursverläufe sind kein Zufall!

von Jochen Steffens

Irgendwie geschieht gerade nicht viel an den Märkten. Ein wenig muss man auf Gold achten, hier fehlen mir zurzeit weitere Stärkesignale. Sie erinnern sich vielleicht an den Steffens Daily "Ein schönes Spiel- ein Trade anhand des Gold-Charts".

Innere Trendlinien

Sie wissen, wenn wir hier Charts der Target-Trend-Methode darstellen, ist immer nur ein Teil der relevanten Linien sichtbar, da ansonsten das Bild zu chaotisch werden würde. Ich habe nun im Gold-Chart zwei weitere Linien sichtbar gemacht, die in der aktuellen Situation von Bedeutung sind:

Dies sind innere Trendlinien (schwarze Linien), die genau den gleichen Neigungswinkel wie die äußeren Trendlininen (blaue Linien) haben. Solche inneren Trendlinien sind sehr wichtig. Je mehr solcher Linien Sie in einem Trend finden, desto sicherer können Sie sein, dass dieser Trend eine hohe Relevanz besitzt.

Ein eigener Trendkanal

Diese beiden hier eingezeichneten inneren Trendlinien stellen fast einen eigenen Abwärtstrendkanal dar. Und daraus können sich weitere Signale ergeben. Das heißt: Sollte in den kommenden Tagen die obere schwarze Linien nach oben durchbrochen werden, wäre dies ein erstes bullishes Signal, dass doch noch das rote Alpha-Target angelaufen wird.

Wichtig ist dieser Hinweis, da ansonsten das kurzfristige Bild nach den vergangenen Handelstagen eher wieder etwas düsterer aussieht. Ich bin demnach gespannt, ob das rote Target doch noch erreicht wird. Das gelbe Beta-Target hat jedenfalls die Kurse nicht weiter angezogen.

Parallele Projektion von Trendlinien

Parallel-Linien sind ein wichtiger Baustein der Target-Trend-Methode. Diesen liegt die Beobachtung zugrunde, dass Parallelen von alten Trendlinien in der weiteren Zukunft des Charts immer wieder ihre hohe Relevanz behalten. Dazu ein Beispiel - im unteren Chart ist der aktuelle Euro-Stoxx-Future-Chart dargestellt:

Sie erkennen hier einen schönen Aufwärtstrendkanal, dessen äußere Begrenzungslinien viele Auflagepunkte haben. Mit grünen Kreisen sind echte Treffer und mit gelben Kreisen Beinahe-Treffer dargestellt. Dieser Trend wurde mit beachtlichen neun genauen Treffern bestätigt! Nun kann man allein schon daraus schließen, dass es sich bei der Trenddynamik dieses Kanals um einen hoch relevanten Neigungswinkel handelt.

Parallelität der Trendlinien

Und tatsächlich, wenn man diese Linien in die Zukunft und die Vergangenheit parallel verschiebt, finden sich neue, wichtige Auflagepunkte, die wieder Trendlinien und sogar neue Trendkanäle markieren:

Sie sehen hier die Projektionen der alten Trendlinien in die Vergangenheit und Zukunft. Tatsächlich haben diese neu eingezeichneten Parallellinien wiederum viele Auflagepunkte und markieren relevante Trends.

Noch verblüffender ist allerdings, dass sogar der Abstand zwischen einigen Linien sehr ähnlich ist. Tatsächlich ist demnach auch ein kompletter Trendkanal parallelisierbar (die Spanne der Trendkanäle ist mit den blauen Rechtecken, die alle eine gleich große Seitenlänge haben, dargestellt).

Das sind doch höchst verblüffende Übereinstimmungen, oder nicht? Schließlich muss man sich fragen, wie bei einem doch vergleichsweise chaotisch anmutenden Kursverlauf eines großen Index eine derartige Symmetrie entstehen kann. Und das funktioniert nicht nur mit Aufwärtstrendlinien so.

Parallelität bei Abwärtstrendkanälen

Im folgenden Chart sehen Sie in dem gleichen Chart zwei Abwärtstrendkanäle eingezeichnet, die ebenfalls einen gleichen Neigungswinkel haben und bei denen die Abstände zwischen oberer und unterer Linie ebenfalls gleich groß sind:

Wenn Sie sich nun diesen Chart anschauen, entsteht der Eindruck einer tiefer liegenden Struktur in den Charts. Und genau diese ist die Grundlage der Target-Trend-Methode. Denn diesen Effekt gibt es nicht nur bei Trendlinien, sondern natürlich auch, wie Sie bereits wissen, bei den Widerstands- und Unterstützungslinien, die wir hier immer als Rechtecke bezeichnen (Rechtecke sind auch nichts anderes als waagerecht verlaufende Trendkanäle).

Wenn man nun diese Trendkanäle durchgehend parallelisiert, entsteht ein Muster hoch relevanter Linien, das die innere Symmetrie eines Charts offenbart

Eigentlich der Beweis schlechthin, dass Charttechnik durchaus ihre Berechtigung hat und die Random-Walk-Theorie völliger Blödsinn ist. Aber gut, das müssen wir den Vertretern dieser Theorie ja nicht unbedingt weitersagen…

Viele Grüße

Jochen Steffens

© 2012 Börse-Intern
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