Der auf den Energiehandel
spezialisierte US-Börsenbetreiber Intercontinental Exchange (ICE)
stärkt sich mit einem Zukauf in Europa und greift damit auch die
Deutsche Börse
Mit dem Zukauf gelingt ICE der Sprung auf das europäische Festland und man breitet sich zudem auf das Gasgeschäft aus. Bislang waren die US-Amerikaner in Europa lediglich mit ihrer ICE-Futures-Plattform in London vertreten, auf der unter anderem die Ölsorte Brent gehandelt wird. Im Frühjahr hatte ICE im Übernahmekampf um die Londoner Metallbörse gegen die Börse Hongkong den Kürzeren gezogen. Mit dem Kauf der APX-Anteile setzt ICE auch die Deutsche Börse mit deren Leipziger Energiebörse EEX unter Druck. Der Energiemarkt gilt als Wachstumsmarkt für Börsenbetreiber.
APX selbst wird aufgespalten. Während der Gasteil zu 79,1 Prozent an ICE geht, bleibt auf der anderen Seite der Strombereich und die Abwicklung (Clearing) übrig. Diesen Teil dominiert künftig der Staatskonzern Tennet als Hauptgesellschafter. Den Minderheitsanteil am Gasgeschäft behält das niederländische Gasunternehmen Gasunie./enl/jke/fbr
ISIN DE0005810055
AXC0073 2012-09-17/11:53
