Von Nektaria Stamouli, Philip Pangalos und Alkman Granitsas
ATHEN--Die in der griechischen Regierungskoalition vertretenen Linksparteien wollen die von den internationalen Kreditgebern geforderten Arbeitsmarktreformen nicht mittragen. Die Auszahlung eines weiteren Kredits an Griechenland wird damit unwahrscheinlicher. Spätestens am Mittwoch muss sich die Regierung auf die von der Troika aus EU-Kommission, Internationalem Währungsfonds (IWF) und EZB geforderten Reformen geeinigt haben.
Der Chef der Demokratischen Linken, Fotis Kouvelis, sagte nach Gesprächen mit Koalitionspartnern, diese Reformen würden die Krise in dem Land nur verschärfen. Auf keinen Fall würden er oder irgend ein anderen Mitglied seiner Partei diese Maßnahmen unterstützen.
Sozialisten-Chef Evangelos Venizelos äußerte sich ähnlich. Er nannte die geforderten Reformen "unnötig" und "provozierend". "Wir dürfen nicht solche Fronten wie die des Arbeitsmarkts eröffnen, die nichts an der finanziellen Situation ändern und nicht zur Wettbewerbsfähigkeit beitragen", sagte er.
EU-Kommission und IWF fordern Arbeitsmarktreformen als Gegenleistung für die Auszahlung einer Kredittranche von 31,5 Milliarden Euro. Dieses Geld braucht Griechenland, um zahlungsfähig zu bleiben. Die Reformen beinhalten reduzierte Arbeitslosengeldzahlungen und den Wegfall automatischer Lohnerhöhungen nach drei Jahren Beschäftigung.
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October 23, 2012 12:51 ET (16:51 GMT)
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