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MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa -2-

DJ MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

=== 

SPRUCH

"Wir schätzen die Menschen, die frisch und offen ihre Meinung sagen - vorausgesetzt, sie meinen dasselbe wie wir." (Mark Twain)

TAGESTHEMA

Hinweise auf weitere geldpolitische Maßnahmen durch die US-Notenbank sind bei der Veröffentlichung des Protokolls der jüngsten Sitzung des FOMC ausgeblieben. Das Gremium zeigte sich in dieser Frage gespalten. Ein Teil der zwölf Mitglieder plädierte dafür, dass die Fed bei der Geldpolitik mehr tun sollte, um dem Arbeitsmarkt auf die Sprünge zu helfen. Der andere Teil hielt dem entgegen, dass eine weitere Lockerung nur bei einem Rückgang der Inflation oder einer deutlichen Verlangsamung bei der Erholung der US-Wirtschaft angezeigt sei. "Ein neuerlicher Stimulus könnte notwendig sein, um ein befriedigendes Wachstum bei der Beschäftigung zu erzielen und zu gewährleisten, dass die Inflationsrate im Zielbereich bleibt", heißt es in den Protokollen vom 19. und 20. Juni.

AUSBLICK UNTERNEHMEN

07:00 DE/Südzucker AG, ausführliches Ergebnis 1Q

07:30 FR/Carrefour SA, Umsatz 2Q

AUSBLICK KONJUNKTUR

- FR 
  07:30 Verbraucherpreise Juni 
        PROGNOSE: -0,2% gg Vm/+1,9% gg Vj 
        zuvor:    -0,1% gg Vm/+2,0% gg Vj 
- EU 
  11:00 Eurostat, Industrieproduktion Mai 
        Eurozone 
        PROGNOSE: -0,2% gg Vm/-3,7% gg Vj 
        zuvor:    -0,8% gg Vm/-2,3% gg Vj 
- US 
  14:30 Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche) 
        PROGNOSE: -4.000 auf 370.000 
        zuvor:   -14.000 auf 374.000 
 
 
  14:30 Import- und Exportpreise Juni 
        Importpreise 
        PROGNOSE: -2,0% gg Vm 
        zuvor:    -1,0% gg Vm 
 
  20:00 Haushaltssaldo Juni 
        PROGNOSE: -72,00 Mrd USD 
        zuvor:   -124,64 Mrd USD 
 
 

AUSBLICK EUROPÄISCHE ANLEIHE-AUKTIONEN

11.00 IT/Auktion 12-monatiger Schatzwechsel im Volumen 
         von 7,5 Mrd EUR 
 
11.30 HU/Auktion von 7,75-prozentigen Anleihen mit Laufzeit 
         August 2015, Volumen 20 Mrd HUF 
         Auktion von 6,75-prozentigen Anleihen mit Laufzeit 
         November 2017, Volumen 14 Mrd HUF 
         Auktion von 7,00-prozentigen Anleihen mit Laufzeit 
         Juni 2022, Volumen 10 Mrd HUF 
 
 

ÜBERSICHT INDIZES

INDEX                 zuletzt      +/- % 
DAX                  6.453,85     +0,24% 
DAX-Future           6.458,00     +0,75% 
XDAX                 6.453,48     +0,75% 
MDAX                10.446,17     -1,13% 
TecDAX                 752,36     -1,03% 
Euro-Stoxx-50        2.246,23     +0,20% 
Stoxx-50             2.436,13     +0,41% 
Dow-Jones           12.604,53     -0,38% 
S&P-500-Index        1.341,45     -0,00% 
Nasdaq-Comp.         2.887,98     -0,49% 
EUREX                 zuletzt   +/- Ticks 
Bund-Future          144,45%        +25 
 
 

FINANZMÄRKTE

EUROPA

Die ausgebliebenen Hinweise auf eine dritte Runde von Wertpapierkäufen durch die US-Notenbank lastet auf den Aktienkursen in Asien. Dieser Vorgabe dürften sich die europäischen Aktienbörsen anschließen. An den Finanzmärkten habe man darauf gesetzt, dass die Fed deutliche Hinweise auf eine weitere Runde geldpolitischer Impulse gibt. "Viele lesen das Protokoll als Eingeständnis, dass der Fed die Werkzeuge ausgehen", meint ein Händler. Die Bank of Japan hat derweil nach Einschätzung von Analysten die Käufe von Wertpapieren netto nicht erhöht, woraufhin der Nikkei-Index 1,3 Prozent verliert. Zugleich nahm die Notenbank die Wachstumsprognose zurück. Die Zinssenkung in Südkorea wird unterdessen eher als Eingeständnis konjunktureller Schwäche interpretiert, der Kospi-Index gibt um 1,2 Prozent nach.

Die Aktienmärkte steckten am Mittwoch die Nachricht aus Karlsruhe locker weg: Das Bundesverfassungsgericht hat das Urteil über die Eilanträge zu ESM-Vertrag und Fiskalpakt auf unbestimmte Zeit verschoben. Mit einem Kursgewinn von 1,2 Prozent honorierte die Börse in Madrid das neue Sparpaket. In den kommenden zweieinhalb Jahren will das Land mit Reformen und Steuererhöhungen 65 Milliarden Euro sparen. Deutschland kann sich weiterhin günstig verschulden. Die Rendite der am Vormittag emittierten zehnjährigen Bundesanleihe fiel auf das Rekordtief von 1,31 Prozent, womit der bisherige Tiefststand von 1,47 Prozent klar unterboten wurde.

DAX/MDAX/TECDAX

Die Krise des Solarsektors hat mit der Insolvenz von centrotherm ein neues Opfer gefunden. Die Aktie brach um 74 Prozent ein. Im DAX zeigte sich ein ausgeglichenes Bild. 16 Verlierern standen 14 Gewinner gegenüber, ein Sektortrend war dabei nicht zu erkennen. So führten die Gewinnerliste ThyssenKrupp, E.ON und SAP an. Im MDAX hat der Pharmaverpackungsspezialist Gerresheimer gute Zahlen vorgelegt. Die hohe Nachfrage der Pharma- und Gesundheitsindustrie in den Schwellenländern hat das Erlöswachstum auch im zweiten Quartal beflügelt. Dieser Trend soll anhalten. Die Aktie stieg um 3,6 Prozent. Eine Warnung des US-Motorenherstellers Cummins belastete Deutz. Die Aktie brach um 5,3 Prozent ein.

XETRA-NACHBÖRSE/XDAX (22 UHR): 6.453 (XETRA-Schluss: 6.454) Punkte

Recht lebhaft verlief der nachbörsliche Handel am Mittwoch nach Aussage eines Händlers. Der Markt habe sich an der Entwicklung in den USA orientiert. Die Umsätze seien dabei recht hoch gewesen. Wichtige Unternehmensmeldungen habe es nicht gegeben.

USA / WALL STREET

Ausgebliebene Hinweise auf weitere geldpolitische Lockerungen durch die US-Notenbank haben die Aktienkurse an Wall Street zur Wochenmitte belastet. Das Protokoll der jüngsten Sitzung der US-Währungshüter hat die Uneinigkeit innerhalb des Offenmarktausschusses (FOMC) in Bezug auf weitere Lockerungen gezeigt. Die Konjunktur-Erholung in den USA sei zwar nicht großartig, aber nicht schwach genug, um weitere geldpolitische Maßnahmen zu rechtfertigen, sagte ein Händler. "Die Hoffnung auf weitere Maßnahmen bei der Sitzung am 1. August dürfte damit begraben sein", so Michael Hood von J.P. Morgan Asset Management. Weiterhin standen Aktien aus dem Technologiesektor auf den Verkaufslisten ganz oben. Dagegen zeigten sich Energiewerte mit dem erholten Ölpreis etwas fester. Hier legten die Aktien von Exxon Mobil und Chevron um 1,5 bzw 0,9 Prozent zu.

DEVISENMARKT

DEVISEN  zuletzt  +/- %  0.00 Uhr  Mi, 17.55 Uhr 
EUR/USD   1,2242  +0,0%    1,2241         1,2244 
EUR/JPY  97,3304  -0,3%   97,5843        97,5807 
EUR/CHF   1,2009  +0,0%    1,2008         1,2008 
USD/JPY  79,4770  -0,3%   79,7270        79,7050 
GBP/USD   1,5510  +0,0%    1,5505         1,5528 
 
 

Der Euro konsolidiert auf niedrigem Niveau, nachdem die Gemeinschaftswährung in der Nacht auf Donnerstag auf ein abermaliges Zweijahrestief gefallen ist. Gestützt wurde der Dollar zunächst von dem Umstand, dass die Fed-Protokolle kaum Rückschlüsse auf eine weitere Runde geldpolitischer Lockerungen zugelassen hat. Der Dollar büßt zum Yen Boden ein, weil die Bank of Japan ihre geldpolitischen Lockerung nur marginal ausgeweitet hat.

ROHSTOFFE

ÖL

Sorte/Handelsplatz  aktuell  Vortag (Settlmt)  Bewegung %  Bewegung abs. 
WTI/Nymex           85,54    85,81             -0,31       -0,27 
Brent/ICE           100,05   100,23            -0,18       -0,18 
 
 

Beim Ölpreis kam es zu einer Erholung von den jüngsten Abgaben. Ein Barrel der Sorte WTI notierte zum Settlement bei 85,81 Dollar, ein Aufschlag von 2,3 Prozent gegenüber dem Vortag. "Es handelte sich nur um eine Erholungsrally", so ein Händler. Die wöchentlichen US-Lagerbestandsdaten hatten kaum Einfluss auf den Ölpreis.

METALLE

Metall              aktuell        Vortag  Bewegung %  Bewegung abs. 
Gold (Spot)        1.571,60      1.577,05       -0,3%        -5,46 
Silber (Spot)         26,94         27,11       -0,6%        -0,17 
Platin (Spot)      1.421,75      1.427,50       -0,4%        -5,75 
Kupfer-Future          3,42          3,44       -0,8%        -0,03 
 
 

MELDUNGEN SEIT VORTAG 17.30 UHR

SCHULDENKRISE

Die schwere europäische Schuldenkrise hat den Status des Euro als wichtige Reservewährung nicht beeinträchtigt. Zu diesem Urteil kommt die EZB in einem Bericht zur internationalen Bedeutung des Euro.

GELDPOLITIK JAPAN

Die Bank of Japan hat nur kosmetische Änderungen an ihrer Geldpolitik vorgenommen. Die jüngst positiven Wirtschaftsdaten haben die Währungshüter offenbar dazu veranlasst, vorerst abzuwarten und die früheren geldpolitischen Aktionen wirken zu lassen. Allerdings wurden kleinere Änderungen des Wertpapierkaufprogramms beschlossen.

RENTENMARKT JAPAN

Die Renditen der japanischen Staatsanleihen sinken und das liegt offenbar nicht nur an der Eurokrise, sondern vielmehr an der Politik der japanischen Notenbank.

GELDPOLITIK SÜDKOREA

Die südkoreanische Notenbank hat überraschend ihre Geldpolitik gelockert und sich damit in den Kreis der Zentralbanken eingereiht, die in jüngster Zeit geldpolitische Impulse gesetzt haben. Der Leitzins wurde um 25 Basispunkte auf 3,00 Prozent zurückgeschraubt.

GELDPOLITIK BRASILIEN

Die brasilianische Zentralbank hat ihre Geldpolitik wie erwartet weiter gelockert, um die Kreditvergabe anzuregen und die Wirtschaft wieder in Fahrt zu bringen. Der geldpolitische Schlüsselsatz wurde um 50 Basispunkte auf das Allzeittief von 8,00 Prozent gesenkt.

BANKENSEKTOR

Die internationalen Bankenaufseher wollen den Spielraum der Banken bei der Bewertung von Ausfallrisiken einengen. Banken, die ihre Kreditausfallrisiken bislang nach einem internen Modell berechnen, könnten verpflichtet werden, zusätzlich auch das Standardmodell nach dem Regelwerk Basel III anzuwenden, sagte der Generalsekretär des Basler Ausschusses für Bankenaufsicht, Wayne Byres, der FTD.

RWE

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

July 12, 2012 01:39 ET (05:39 GMT)

kommt mit dem Verkauf seines tschechischen Gasnetzbetreibers net4gas offenbar voran. Bis zum Ende der Angebotsfrist am 27. Juli dürften eine Reihe von Interessenten ihre Angebote einreichen, sagten mit den Vorgängen vertraute Personen.

SÜDZUCKER

hat in seinem ersten Geschäftsquartal dank eines deutlich besseren Zuckergeschäftes und eines außerordentlichen Steuerertrages den Nettogewinn verdoppelt.

RENAULT

Der stotternde europäische Konjunkturmotor macht Renault zu schaffen. Der französische Autohersteller sieht sich nach schwachen Verkäufen in der ersten Jahreshälfte dazu veranlasst, sein Absatzziel für das laufende Jahr zu senken.

VODAFONE

Vodafone übernimmt in Neuseeland eine Tochter der australischen Telekomgesellschaft Telstra und steigt dadurch zum zweitgrößten Telekomanbieter des Inselstaates auf.

=== 
DJG/raz/ros/flf 
 

(END) Dow Jones Newswires

July 12, 2012 01:39 ET (05:39 GMT)

Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.

© 2012 Dow Jones News
Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
Während Halbleiter- und KI-Infrastrukturwerte von einem Hoch zum nächsten jagen, wurden viele Software-Aktien in den vergangenen Monaten regelrecht aus den Depots gedrängt. Die Angst vor Disruption hat Investoren zu einem radikalen Strategiewechsel veranlasst – mit der Folge, dass zahlreiche Qualitätsunternehmen heute auf Mehrjahrestiefs notieren.

Doch genau hier entsteht eine seltene Chance. Denn während die Bewertungen im Halbleitersektor inzwischen auf ambitionierten Niveaus liegen, ist der Bewertungsabschlag bei Software-Titeln so hoch wie seit Jahren nicht mehr. Gleichzeitig liefern viele Unternehmen weiterhin starke Wachstumszahlen und integrieren KI erfolgreich in ihre Geschäftsmodelle. Die Diskrepanz zwischen Kursentwicklung und operativer Stärke könnte sich schon bald auflösen.

Für Anleger bedeutet das: antizyklisch denken und gezielt zugreifen, bevor der Markt dreht. Denn erste technische Signale deuten darauf hin, dass sich die Trendwende bereits anbahnt.

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