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Dow Jones News
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MORNING BRIEFING - USA/Asien

=== 

TAGESTHEMA

Hinweise auf weitere geldpolitische Maßnahmen durch die US-Notenbank sind bei der Veröffentlichung des Protokolls der jüngsten Sitzung des FOMC ausgeblieben. Das Gremium zeigte sich in dieser Frage gespalten. Ein Teil der zwölf Mitglieder plädierte dafür, dass die Fed bei der Geldpolitik mehr tun sollte, um dem Arbeitsmarkt auf die Sprünge zu helfen. Der andere Teil hielt dem entgegen, dass eine weitere Lockerung nur bei einem Rückgang der Inflation oder einer deutlichen Verlangsamung bei der Erholung der US-Wirtschaft angezeigt sei. "Ein neuerlicher Stimulus könnte notwendig sein, um ein befriedigendes Wachstum bei der Beschäftigung zu erzielen und zu gewährleisten, dass die Inflationsrate im Zielbereich bleibt", heißt es in den Protokollen vom 19. und 20. Juni.

AUSBLICK KONJUNKTUR

- US 
  14:30 Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche) 
        PROGNOSE: -4.000 auf 370.000 
        zuvor:   -14.000 auf 374.000 
 
  14:30 Import- und Exportpreise Juni 
        Importpreise 
        PROGNOSE: -2,0% gg Vm 
        zuvor:    -1,0% gg Vm 
 
  20:00 Haushaltssaldo Juni 
        PROGNOSE: -72,00 Mrd USD 
        zuvor:   -124,64 Mrd USD 
 
 

ÜBERSICHT INDIZES

INDEX                   Stand   +/- % 
S&P-500-Future       1.333,10  -0,24% 
Nasdaq-Future        2.555,50  -0,23% 
Nikkei-225           8.728,58  -1,38% 
Hang-Seng-Index     19.075,39  -1,77% 
Shanghai-Composite   2.179,78  +0,20% 
Kospi                1.805,74  -1,13% 
S&P/ASX 200          4.070,20  -0,64% 
 
 

FINANZMÄRKTE

OSTASIEN (VERLAUF)

Nach einem ohnehin schwachen Start an den asiatischen Aktienbörsen hat die Bank of Japan mit dem Ergebnis ihrer geldpolitischen Sitzung für einen weiteren Dämpfer gesorgt. Die Währungshüter haben am Donnerstag nur kosmetische Änderungen an ihrer Geldpolitik vorgenommen und damit Markthoffnungen auf ein beherzteres Vorgehen enttäuscht. Zugleich nahm die japanische Notenbank ihre Prognose für das japanische Bruttoinlandsprodukt leicht nach unten. Nach einer bisherigen Wachstumsprognose von 2,3 Prozent veranschlagt die Notenbank für das laufende Jahr nun 2,2 Prozent. Dazu gesellen sich Sorgen um eine Konjunkturabschwächung in China, wo am Freitag die BIP-Zahlen zum zweiten Quartal veröffentlicht werden. In Südkorea hat unterdessen die Zentralbank ihren Leitzins überraschend um 0,25 Prozentpunkte auf 3 Prozent gesenkt.

In Tokio geht es für den Nikkei um 1,2 Prozent auf 8.741 Punkte abwärts, während der Shanghai Composite 0,3 Prozent leichter notiert. Damit ist der Index nicht einmal mehr 2 Prozent vom Jahrestief aus dem Januar bei 2.133 Punkten entfernt. Am Devisenmarkt büßt der japanische Yen nach der Entscheidung der Bank of Japan zunächst deutlich an Boden ein, nur um sich dann wieder gleich zu erholen. Aktuell wird der Dollar mit 79,48 Yen gehandelt, in der Spitze waren es 79,96 Yen. Am Öl-Markt fällt der Preis für ein Barrel der Sorte WTI um 21 Cents auf 85,60 Dollar.

Die abwartende Haltung der Bank of Japan belastet in Tokio vor allem die Bankenwerte. Mitsubishi UFJ FG und Sumitomo Mitsui FG verlieren jeweils 1,8 Prozent, während Nomura Holdings um fast 3 Prozent absacken. "Nach den Leitzinssenkungen in Korea und Brasilien ist es nur merkwürdig, dass die Bank of Japan den Ball nicht wie alle anderen spielt", kommentiert Hideyuki Ishiguro von Okasan Securities. "Die Aktienanleger sehen die Bank of Japan als zu zaghaft und zu spät mit ihrer Politik und monieren einen Mangel an Unterstützung für die Märkte."

US-NACHBÖRSE

Merck & Co sind deutlich gestiegen, nachdem der Pharmakonzern über positive Zwischenergebnisse in einer Studie zu ihrem Osteoporose-Medikament Odanacatibin berichtet hatte. Die Versuche zeigten bereits in einem frühen Stadium, dass das Knochenbruchrisiko bei älteren Frauen mit dem Mittel sinke. Die Aktie kletterte um 2,6 Prozent auf 42,26 US-Dollar. Dagegen brachen die Aktie von Supervalu um gut ein Viertel ein, nachdem der Einzelhandelskonzern seine Umsatz- und Gewinnprognosen gesenkt und die Dividende gekürzt hatte. Gleichzeitig kündigte er an, "strategische Alternativen für sein Geschäft zu prüfen". Möglicherweise will sich das Unternehmen, zu dem Supermärkte wie Albertsons und Save-A-Lot gehören, damit selbst zum Verkauf stellen. Die Aktie stürzte um 26,3 Prozent auf 3,90 Dollar ab.

WALL STREET

INDEX           zuletzt  +/- %  absolut 
DJIA          12.604,53  -0,38   -48,59 
S&P-500        1.341,45   0,00    -0,02 
Nasdaq-Comp.   2.887,98  -0,49   -14,35 
Nasdaq-100     2.570,99  -0,56   -14,53 
 
                          Vortag 
Umsatz (Aktien) 0,76 Mrd  0,72 Mrd 
Gewinner        1.608     1.026 
Verlierer       1.427     2.006 
Unverändert       120       117 

Ausgebliebene Hinweise auf weitere geldpolitische Lockerungen durch die US-Notenbank haben die Aktienkurse an Wall Street zur Wochenmitte belastet. Das Protokoll der jüngsten Sitzung der US-Währungshüter hat die Uneinigkeit innerhalb des Offenmarktausschusses (FOMC) in Bezug auf weitere Lockerungen gezeigt. Die Konjunktur-Erholung in den USA sei zwar nicht großartig, aber nicht schwach genug um weitere geldpolitische Maßnahmen zu rechtfertigen, sagte ein Händler. "Die Hoffnung auf weitere Maßnahmen bei der Sitzung am 1. August dürfte damit begraben sein", so Michael Hood von J.P. Morgan Asset Management. Weiterhin standen Aktien aus dem Technologiesektor auf den Verkaufslisten ganz oben. Dagegen zeigten sich die Energiewerte mit dem erholten Ölpreis etwas fester. Hier legten die Aktien von Exxon Mobil und Chevron um 1,5 bzw 0,9 Prozent zu.

TREASURYS

Änderung   Rendite 
10-Jährige  102-5/32   -3/32      1,51% 
30-Jährige  108-4/32   -3/32      2,61% 

Die US-Anleihen zeigten sich mit kaum veränderter Tendenz. Die Rendite zehnjähriger Titel lag bei 1,51 Prozent. Gestützt wurde das Sentiment von einer sehr gut verlaufenen Auktion neuer zehnjähriger Anleihen. Hier wurde die höchste Nachfrage seit April 2010 verzeichnet. Die Renditen markierten im Gegenzug bereits den dritten Monat in Folge neue Rekordtiefs.

DEVISEN

DEVISEN    zuletzt  +/- %   0.00 Uhr  Mi, 10.20 Uhr 
EUR/USD     1,2240  -0,0%     1,2241         1,2259 
EUR/JPY    97,3706  -0,2%    97,5843        97,1887 
USD/JPY    79,5150  -0,3%    79,7270        79,2690 
USD/KRW  1148,7500  +0,7%  1141,0000      1141,7400 
USD/CNY     6,3690  +0,0%     6,3684         6,3670 
AUD/USD     1,0184  -0,7%     1,0253         1,0234 

Der Euro hat in Asien gegenüber den meisten wichtigen Währungen nachgegeben, während sich der Dollar zum Yen abschwächte. Kymberly Martin, Devisenanalyst bei der BNZ in Neu Seeland, sagte, dass sich beim Euro/Dollar-Paar die Entwicklung fortsetzen werde, wahrscheinlich mit einer geringeren Erwartung weitere geldpolitischer Lockerungen von Seiten der US-Notenbank.

++++

ÖL

Sorte/Handelsplatz  aktuell  Vortag (Settlmt)  Bewegung %  Bewegung abs. 
WTI/Nymex           85,68    85,81             -0,15       -0,13 
Brent/ICE           100,04   100,23            -0,19       -0,19 

Beim Ölpreis kam es zu einer Erholung von den jüngsten Abgaben. Ein Barrel der Sorte WTI notierte zum Settlement bei 85,81 Dollar, ein Aufschlag von 2,3 Prozent gegenüber dem Vortag. "Es handelte sich nur um eine Erholungsrally", so ein Händler. Die wöchentlichen US-Lagerbestandsdaten hatten kaum Einfluss auf den Ölpreis.

METALLE

Metall              aktuell        Vortag  Bewegung %  Bewegung abs. 
Gold (Spot)        1.570,51      1.577,05       -0,4%          -6,54 
Silber (Spot)         26,95         27,11       -0,6%          -0,16 
Platin (Spot)      1.421,25      1.427,50       -0,4%          -6,25 
Kupfer-Future          3,41          3,44       -1,0%          -0,03 
 
 

Der Goldpreis kam unter Druck und notierte zum Settlement bei 1.567,50 Dollar je Unze. Es gab aus dem Protokoll der jüngsten Sitzung der US-Notenbank keine Hinweise auf weitere Lockerungen durch die Fed.

MELDUNGEN SEIT VORTAG, 20.00 UHR

BANK OF JAPAN

hat nur kosmetische Änderungen an ihrer Geldpolitik vorgenommen. Der Leitzins bleib bei 0 bis 0,10 Prozent. Die jüngst positiven Wirtschaftsdaten haben die Währungshüter offenbar dazu veranlasst, vorerst abzuwarten und die früheren geldpolitischen Aktionen wirken zu lassen. Das Kaufprogramm für Staatsanleihen mit einem Volumen von 70 Billionen Yen wurde beibehalten.

GELDPOLITIK SÜDKOREA

Die südkoreanische Notenbank hat überraschend ihre Geldpolitik gelockert und den Leitzins zum ersten Mal seit Februar 2009 um 25 Basispunkte auf 3,00 Prozent gesenkt. Die meisten Marktakteure ahtten erwartet, dass die Bank of Korea zumindest einen weiteren Monat abwarten würde.

=== 
DJG/ros/reh/flf 
 

(END) Dow Jones Newswires

July 12, 2012 01:44 ET (05:44 GMT)

Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.

© 2012 Dow Jones News
Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
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