Die japanische Notenbank hält ihren sehr lockeren geldpolitischen Kurs: Nach ihrer jüngsten Zinssitzung bestätigte die Bank of Japan am Donnerstag ihre faktische Nullzinspolitik und das Gesamtvolumen ihres Anleihekaufprogramms. Allerdings änderte sie die Struktur ihrer Assetkäufe: Die Zentralbank verringerte ihre kurzfristige Kreditfazilität um 5 Billionen auf nunmehr 25 Billionen Yen. Im Gegenzug erhöhte sie die Käufe langlaufender Staatsanleihen um 5 Billionen auf 45 Billionen Yen. Das Kurzfristprogramm wurde in den letzten Monaten nur wenig eingesetzt.
Bankökonomen werteten die veränderte Gewichtung der Assetkäufe nicht als zusätzliche geldpolitische Lockerung. Vielmehr war von einer eher technischen Maßnahme die Rede. Der Leitzins, zu dem sich die Geschäftsbanken kurzfristig refinanzieren können, liegt nach wie vor zwischen null und 0,1 Prozent. Die Notenbank hatte ihn bereits vor mehr als eineinhalb Jahren auf dieses Niveau reduziert. Ihre Prognosen für Wachstum und Inflation beließ die Bank of Japan größtenteils unverändert./bgf/hbr
AXC0042 2012-07-12/09:16