Von Andreas Plecko
Die Ratingagentur Moody's hat die Kreditwürdigkeit Italiens herabgestuft. Die Bonitätsnote wurde um zwei Stufen von A3 auf Baa2 gesenkt, wie Moody's mitteilte. Damit rangiert das Land nur noch zwei Stufen über dem Ramschniveau. Angesichts der Risiken im Eurogebiet gebe es eine größere Wahrscheinlichkeit, dass die Zinskosten stark steigen und der Staat den Zugang zum Kapitalmarkt verliere. Den negativen Ausblick behielt Moody's bei, was die Möglichkeit weiterer Abstufungen signalisiert.
Ein schwaches Wachstum und eine höhere Arbeitslosigkeit könnten Italien daran hindern, seine Ziele beim Defizitabbau zu erreichen. Zudem sei Italien anfällig gegenüber einem zunehmend fragilen Investorenvertrauen, erklärte Moody's. Auch gebe es eine Ansteckungsgefahr durch die Krisen in Griechenland und Spanien.
Angesichts dieses Umfelds sei wegen der hohen Verschuldung, des großen Finanzbedarfs in den Jahren 2012 und 2013 sowie des Rückzugs von ausländischen Anlegern ein großes Liquiditätsrisiko entstanden. Moody's rechnet damit, dass die italienische Wirtschaft in diesem Jahr um 2 Prozent schrumpft.
Italien ächzt unter einer Schuldenlast von fast als 2 Billionen Euro. Die Regierung von Ministerpräsident Mario Monti hat sich harte Spareinschnitte vorgenommen und sich das Ziel gesetzt, im Jahr 2013 einen ausgeglichenen Haushalt zu erreichen.
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July 13, 2012 00:20 ET (04:20 GMT)
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