Von Andreas Plecko
FRANKFURT--Die Einlagen der Banken bei der Europäischen Zentralbank (EZB) sind schlagartig zurückgegangen, nachdem eine neue Reserveperiode begonnen hat und der Zinssatz von null für derartige Einlagen in Kraft getreten ist. Wie die EZB mitteilte, hinterlegten die Banken des Euroraums per 10. Juli nur noch 325 Milliarden Euro bei der EZB als eintägige Einlagen. Das ist das niedrigste Niveau seit 21. Dezember 2011. Am Tag zuvor waren es 809 Milliarden Euro gewesen.
Die Banken tendieren dazu, zu Beginn einer Reserveperiode weniger Geld bei der EZB zu parken, weil sie die Reserveanforderungen der EZB frühzeitig erfüllen wollen.
Die Ausleihungen aus der zu 1,50 Prozent zu verzinsenden Spitzenrefinanzierungsfazilität beliefen sich auf 722 Millionen Euro, nachdem sie zuvor 1.395 Millionen Euro betragen hatten.
Nachdem die EZB das Bankensystem mit zwei langfristigen Kreditgeschäften im Umfang von über 1 Billion Euro geflutet hatte, waren die Einlagen der Banken bei der EZB auf Rekordstände angeschwollen. Wegen der hohen Unsicherheit an den Finanzmärkten schrecken die Banken davor zurück, das Geld an andere Institute zu verleihen und legen es lieber ganz sicher bei der EZB an.
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July 12, 2012 04:53 ET (08:53 GMT)
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