Die deutschen Staatsanleihen haben am
Dienstag Kursverluste verzeichnet. Die Finanzmärkte spekulierten auf
eine geldpolitische Lockerung in den USA und hätten die
Risikobereitschaft deshalb etwas erhöht, sagten Händler. Der
richtungsweisende Euro-Bund-Future
Die Erwartung, dass US-Notenbankchef Ben Bernanke Hinweise auf eine neue Runde der geldpolitischen Lockerung geben könnte, treibe die Finanzmärkte um, hieß es aus dem Handel. Bernanke spricht am Nachmittag vor dem US-Senat. Vor allem die Risiken, die von der europäische Schuldenkrise für die US-Wirtschaft ausgehen, hätten die Spekulationen beflügelt. Zuletzt hatten eine Reihe von US-Konjunkturdaten enttäuscht. Erst am Montag waren die US-Zahlen zu den Einzelhandelsumsätzen schwächer als erwartet ausgefallen.
In der Eurozone hat sich Spanien am Vormittag problemlos und zu günstigeren Konditionen am Geldmarkt refinanziert. Zudem trübten sich die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland im Juli nur leicht ein und zeigten damit erste Anzeichen einer Stabilisierung. Deutlich zurück ging jedoch die Beurteilung der aktuellen Lage.
Nach Einschätzung von Ralf Umlauf, Anleihe-Experte der Landesbank Hessen-Thüringen, ist eine Fortsetzung der Konsolidierung beim Bund-Future angesichts des rasanten Anstiegs in den letzten zwei Wochen weiterhin möglich. Übergeordnet bleibe das technische Bild aber vorerst Bund-freundlich und so sollten Rücksetzer zunächst nur kurzfristiger Natur sein./hbr/bgf
ISIN DE0009652644
AXC0126 2012-07-17/14:04