Von Jürgen Hesse
Der deutsche Sanierungsexperte Thomas Sedran soll dem Autobauer Opel für eine gewisse Zeit den Weg aus der Krise weisen. Der Manager, der GM und Opel schon seit 2009 bei der Restrukturierung berät und der seit Anfang des Jahres als Strategievorstand für Opel arbeitet, übernimmt interimsweise die Aufgaben von Karl-Friedrich Stracke, der vergangene Woche seinen Posten bei der europäischen GM-Tochter räumen musste. Allerdings ist Sedran keine Dauer-Lösung für Opel: Er wurde nur zum Stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden ernannt und übernimmt als solcher die Vertretung an der Unternehmensspitze nur so lange, bis für den Chefposten ein Nachfolger gefunden ist.
Opel und die Schwestermarke Vauxhall bräuchten dringend eine Veränderung, sagte Gesamtbetriebsratschef und Stellvertretender Aufsichtsratschef Wolfgang Schäfer-Klug. Gefordert seien nun schlankere Management-Strukturen, Transparenz, Berechenbarkeit und Durchsetzungsfähigkeit, um Opel wieder auf Wachstumskurs zu bringen.
Der europäische Autobauer schreibt seit Jahren tiefrote Zahlen und der Mutterkonzern General Motors (GM) rechnet gut unterrichteten Kreisen zufolge auch für den Rest des Jahres mit herben Verlusten in Europa. Den Amerikanern dauerte die Trendwende unter der Führung Strackes offenbar zu lange, sie wendeten sich vergangene Woche von dem Manager ab. Für Dienstag war dann eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung einberufen worden, um eine Nachfolgelösung für den Mann an der Spitze des Autobauers zu finden. Sedran galt für die Position des Interim-Chefs bereits als Favorit.
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July 17, 2012 09:53 ET (13:53 GMT)
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