New York (BoerseGo.de) - US-Senator Carl Levin hat in einem Brief an die Regulierungsbehörde Securities and Exchange Commission (SEC) zu einem Verbot des ersten börsennotierten Indexfonds (ETF) auf Kupfer aufgerufen. Die Aufsichtsbehörde soll die Pläne für den von JP Morgan geplanten ETF unterbinden, so die Forderung.
Wie Reuters berichtet, befürchtet Levin Preisanstiege bei dem Rohstoff aufgrund von Spekulationen am Finanzmarkt. Der Kupfer-ETF müsste bei einem großen Investoreninteresse große Mengen von Kupfer kaufen, was die Preise nach oben treiben könnte. Der Kupferpreis werde so vermutlich dann noch stärker schwanken als bisher, so die Meinung des Politikers.
JP Morgan plant seit Ende 2010 einen physisch hinterlegten Kupfer-ETF mit dem Namen JPM XF Physical Copper Trust aufzulegen. Dies wäre der erste Kupfer-Fonds dieser Art. Im Juni wurde bei der SEC der Antrag auf Listung an der NYSE Euronext gestellt, wobei das Produkt bisher noch nicht auf dem Markt ist.
Laut dem US-Senator würden die geplanten ETFs von JP Morgan und Blackrock, die ebenso einen Kupfer-ETF auflegen wollen, rund ein Drittel des sofort verfügbaren weltweiten Kupfervorrates in ihren Portfolios halten. Die NYSE Euronext sieht dagegen keine Probleme. Demnach würde der geplante Fonds von JP Morgan mit 62.000 Tonnen nur einen Bruchteil des weltweiten Kupfer-Gesamtmarktes von 20 Millionen Tonnen ausmachen.


