Die Ölpreise haben am Mittwoch nach anfänglichen Verlusten an ihren Aufwärtstrend der Vortage anknüpfen können. Händler nannten einen unerwartet deutlichen Rückgang der Benzinbestände in den USA als Hauptgrund. Am späten Nachmittag wurden für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur September-Lieferung 104,91 US-Dollar bezahlt. Das waren 0,91 Dollar mehr als noch am Dienstag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI zur Lieferung im August legte um 45 Cent auf 89,67 Dollar zu.
In den USA sind die Lagerbestände an Rohöl in der vergangenen Woche unerwartet weiter zurückgegangen. Die Reserven seien um 0,8 Millionen Barrel (je 159 Liter) auf 377,4 Millionen Barrel gesunken, teilte das US-Energieministerium am Mittwoch in Washington mit. Die Benzinbestände verringerten sich um 1,8 Millionen auf 205,9 Millionen Barrel und verzeichneten damit ihren ersten Rückgang seit fünf Wochen. Die Destillate-Vorräte (Heizöl, Diesel) nahmen hingegen um 2,6 Millionen auf 123,5 Millionen Barrel zu.
Am Abend könnte das Beige Book, der Konjunkturbericht der US-Notenbank Fed, die Finanzmärkte bewegen. Anleger spekulieren auf Hinweise auf eine weitere Lockerung der Geldpolitik, um die schwächelnde US-Konjunktur zu stützen.
Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) stieg unterdessen wieder über die Marke über 100 Dollar. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Mittwoch kostete ein Barrel am Dienstag im Durchschnitt 101,29 Dollar. Das waren 1,36 Dollar mehr als am Montag. Die Opec berechnet ihren durchschnittlichen Ölpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells./hbr/gl
AXC0225 2012-07-18/18:08