Trier (ots) - Genug gelogen, vertuscht, kleingerechnet, gegiftet und geleugnet: Seit gestern ist offenkundig, was jeder seit Monaten, wenn nicht Jahren hätte wissen müssen, der Zahlen lesen kann: Das Projekt betonierter Größenwahn am Nürburgring ist pleite, die Landes-SPD wird dem rheinland-pfälzischen Steuerzahler dort nichts hinterlassen als ein gigantisches Millionengrab. Gleich mit beerdigt werden die letzten Reste sozialdemokratischer Glaubwürdigkeit. All dieses Gerede von Zukunftskonzepten und Perspektiven, Verhandlungen, die finalisiert und zu einem guten Ende gebracht würden, waren nichts weiter als Geschwätz; Beruhigungspillen, um die letzte Landtagswahl noch halbwegs heil zu überstehen und anschließend das unwürdige Spiel weiterzuspielen, das da heißt: tarnen, täuschen, schönreden, Kritiker mundtod machen, Hoffnungen wecken, von Konzepten und Investoren schwafeln und die Dinge immer weiter treiben lassen, statt einen sauberen Schnitt zu machen.
Noch nie in der Geschichte dieses Bundeslandes gab es über Jahre hin bei einem einzigen Projekt mehr Inkompetenz, mehr Dilettantismus und weniger Bereitschaft, eigene Fehler einzugestehen und die Bremse reinzuhauen, als am Nürburgring.
Eine besonders günstige Finanzierung wurde versprochen, private Investoren sollten das Projekt schultern, der Steuerzahler sollte nicht bluten, die Region um den Nürburgring in eine blühende Landschaft verwandelt werden. Nichts von alledem hat es auch nur ansatzweise je gegeben. Das Finanzierungsmodell war eine einzige Lachnummer und beschäftigt die Staatsanwaltschaft. Die versprochenen Privatinvestoren wurden nie gesichtet. In der schönen Eifellandschaft stehen stattdessen Betonklötze, die keiner braucht, eine Achterbahn, die nicht fährt, und eine immer noch wunderschöne Rennstrecke, die sehenden Auges vor die Wand gefahren wurde. Das ist die vernichtende Bilanz eines absurden Projekts, dem einst Boris Becker mit ein paar Besuchen für eine halbe Million Euro Glanz verleihen sollte. Jetzt, wo es für alle Beteiligten auch juristisch knapp werden könnte, tagt heimlich das Kabinett und versucht zu retten, was längst nicht mehr zu retten ist.
Und anschließend gibt der Ministerpräsident eine Bankrotterklärung ab, die den Steuerzahler mehrere Hundert Millionen Euro kosten wird. Wie groß muss die Verzweiflung in dieser Landesregierung mittlerweile sein?
Das kann Kurt Beck doch wohl ganz sicher nicht gemeint haben, als er im Mai letzten Jahres bei seinem Amtseid schwor, zum Wohle des Volkes zu arbeiten. Das Desaster könnte größer kaum sein. Dreistellige Millionensummen versenkt, ohne dass die Bevölkerung etwas Dauerhaftes davon hat - mehr Stümperei geht nicht. Normal wäre gewesen, Kurt Beck hätte gestern seinen Rücktritt erklärt, aber was ist noch normal in diesen Zeiten und dieser Landesregierung. Wer eine solche Bruchlandung hinlegt, kann nicht Pilot einer Maschine bleiben, der muss gehen, trotz aller Verdienste, die er sich als längjähriger Chef an Bord fraglos erworben hat.
Vielleicht weist er Fragen nach seinem Abgang fast trotzig zurück, weil fast die komplette Führungsriege der Landes-SPD, also so ziemlich jeder, der bisher als sein Nachfolger gehandelt wurde, Aktien in diesem Skandal hat. Da wäre es verheerend, wenn einer seiner möglichen Nachfolger, unter anderem die Herren Lewenz, Hering und Kühl, im Rahmen eines zwingend notwendigen Untersuchungsausschusses in Schwierigkeiten geriete oder gar Besuch vom Staatsanwalt bekäme. Auch deshalb ist die Landes-SPD durch diesen Skandal bis in ihre Grundfesten erschüttert.
Möglicher Nebeneffekt: Nach der Pleite am Nürburgring könnte sich die bei den Sozialdemokraten heiß diskutierte Frage nach Becks Nachfolge fast von selbst klären. Denn Doris Ahnen oder Malu Dreyer sind die einzigen Kandidatinnen im derzeit aktuellen Personalkarussell, die erkennbar nichts mit dem Nürburgring-Fiasko zu tun hatten und haben. Ihre Chancen auf Becks Nachfolge sind jedenfalls rasant gestiegen.
Originaltext: Trierischer Volksfreund Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/61208 Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_61208.rss2
Pressekontakt: Trierischer Volksfreund Oliver Haustein-Teßmer Telefon: 0651-7199-483 oht@volksfreund.de
Noch nie in der Geschichte dieses Bundeslandes gab es über Jahre hin bei einem einzigen Projekt mehr Inkompetenz, mehr Dilettantismus und weniger Bereitschaft, eigene Fehler einzugestehen und die Bremse reinzuhauen, als am Nürburgring.
Eine besonders günstige Finanzierung wurde versprochen, private Investoren sollten das Projekt schultern, der Steuerzahler sollte nicht bluten, die Region um den Nürburgring in eine blühende Landschaft verwandelt werden. Nichts von alledem hat es auch nur ansatzweise je gegeben. Das Finanzierungsmodell war eine einzige Lachnummer und beschäftigt die Staatsanwaltschaft. Die versprochenen Privatinvestoren wurden nie gesichtet. In der schönen Eifellandschaft stehen stattdessen Betonklötze, die keiner braucht, eine Achterbahn, die nicht fährt, und eine immer noch wunderschöne Rennstrecke, die sehenden Auges vor die Wand gefahren wurde. Das ist die vernichtende Bilanz eines absurden Projekts, dem einst Boris Becker mit ein paar Besuchen für eine halbe Million Euro Glanz verleihen sollte. Jetzt, wo es für alle Beteiligten auch juristisch knapp werden könnte, tagt heimlich das Kabinett und versucht zu retten, was längst nicht mehr zu retten ist.
Und anschließend gibt der Ministerpräsident eine Bankrotterklärung ab, die den Steuerzahler mehrere Hundert Millionen Euro kosten wird. Wie groß muss die Verzweiflung in dieser Landesregierung mittlerweile sein?
Das kann Kurt Beck doch wohl ganz sicher nicht gemeint haben, als er im Mai letzten Jahres bei seinem Amtseid schwor, zum Wohle des Volkes zu arbeiten. Das Desaster könnte größer kaum sein. Dreistellige Millionensummen versenkt, ohne dass die Bevölkerung etwas Dauerhaftes davon hat - mehr Stümperei geht nicht. Normal wäre gewesen, Kurt Beck hätte gestern seinen Rücktritt erklärt, aber was ist noch normal in diesen Zeiten und dieser Landesregierung. Wer eine solche Bruchlandung hinlegt, kann nicht Pilot einer Maschine bleiben, der muss gehen, trotz aller Verdienste, die er sich als längjähriger Chef an Bord fraglos erworben hat.
Vielleicht weist er Fragen nach seinem Abgang fast trotzig zurück, weil fast die komplette Führungsriege der Landes-SPD, also so ziemlich jeder, der bisher als sein Nachfolger gehandelt wurde, Aktien in diesem Skandal hat. Da wäre es verheerend, wenn einer seiner möglichen Nachfolger, unter anderem die Herren Lewenz, Hering und Kühl, im Rahmen eines zwingend notwendigen Untersuchungsausschusses in Schwierigkeiten geriete oder gar Besuch vom Staatsanwalt bekäme. Auch deshalb ist die Landes-SPD durch diesen Skandal bis in ihre Grundfesten erschüttert.
Möglicher Nebeneffekt: Nach der Pleite am Nürburgring könnte sich die bei den Sozialdemokraten heiß diskutierte Frage nach Becks Nachfolge fast von selbst klären. Denn Doris Ahnen oder Malu Dreyer sind die einzigen Kandidatinnen im derzeit aktuellen Personalkarussell, die erkennbar nichts mit dem Nürburgring-Fiasko zu tun hatten und haben. Ihre Chancen auf Becks Nachfolge sind jedenfalls rasant gestiegen.
Originaltext: Trierischer Volksfreund Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/61208 Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_61208.rss2
Pressekontakt: Trierischer Volksfreund Oliver Haustein-Teßmer Telefon: 0651-7199-483 oht@volksfreund.de