Das US-Industrieschwergewicht General
Electric (GE)
Der Energiesektor soll dann in drei Geschäftseinheiten
aufgeteilt sein, die sich auf die Kunden in der Stromerzeugungs- und
Wasserbranche, der Öl- und Gasindustrie und im Energiemanagement
konzentrieren sollen. Dadurch erhofft sich Immelt schnellere
Entscheidungen und Kostenvorteile. Auch Siemens hatte sich im
vergangenen Jahr neu aufgestellt und Teile seines Energiegeschäfts
dem neuen Sektor Infrastruktur und Städte zugeschlagen. Die im Dow
Jones
ÜBERSCHUSS SCHRUMPFT
Zwischen April und Juni legte der für den Konzern wichtige operative Gewinn aus dem fortgeführten Geschäft um sieben Prozent auf 4,0 Milliarden US-Dollar zu. Damit stieg er bereits das neunte Quartal in Folge. Der Umsatz hingegen blieb mit einem Plus von zwei Prozent auf 36,5 Milliarden US-Dollar genauso hinter den Erwartungen zurück wie der Überschuss, der um 16 Prozent auf 3,1 Milliarden Dollar schrumpfte. Bei den Erlösen bremste der erstarkte Dollar das Wachstum und beim Überschuss machten sich Sondereffekte in der Finanzsparte negativ bemerkbar. Dabei lief das operative Geschäft dort sonst rund: Der Gewinn der nach der Finanzkrise 2008 geschrumpften Sparte kletterte um fast ein Drittel auf 2,12 Milliarden Dollar.
Vorstandschef Immelt zeigte sich insgesamt zufrieden mit dem Abschneiden und verwies unter anderem auf das zweistellige Umsatzplus in der Industriesparte und bekräftigte den Ausblick. Demnach will GE in diesem Jahr den Gewinn prozentual zweistellig steigern. Das Energiegeschäft werde im zweiten Halbjahr stark abschneiden. Gleichzeitig gab der Manager zu Bedenken, dass die Lage in Europa weiterhin sehr schwierig sei.
INDUSTRIE-BESTELLBUCH SO DICK WIE NIE
Wegen eines Einbruchs bei den Bestellungen für die Windkraftanlagen von mehr als einem Drittel sanken die Aufträge konzernweit um ein Prozent. Dahinter steckt unter anderem das Auslaufen von US-Steuervorteilen für Energieerzeuger. Im Gesundheitsgeschäft und der Triebwerkssparte sanken die Gewinne. In den anderen Geschäften, etwa dem mit Zügen, lief es hingegen blendend. Die Sparte, in der GE Dieselloks baut, verdiente gut die Hälfte mehr als noch vor einem Jahr. Der Auftragsbestand im Industriegeschäft liegt mittlerweile bei 204 Milliarden Dollar. Das sind nochmal drei Milliarden mehr als Ende März.
General Electric gilt angesichts seiner breiten Angebotspalette als Gradmesser für die gesamte US-Wirtschaft. In Deutschland ist GE vor allem mit einer Windanlagen-Fertigung und einer starken Forschung vertreten. Der deutsche Rivale Siemens will seine Zahlen für das dritte Geschäftsquartal 2011/2012 (Ende Juni) am 26. Juli veröffentlichen./stb/men/she
ISIN US3696041033
AXC0137 2012-07-20/15:15
