Im Streit um das Sagen bei Europas größtem Elektronikhändler Media-Saturn stellt der Firmengründer Erich Kellerhals die weitere Zusammenarbeit mit dem Handelskonzern Metro in Frage. "Wenn der Streit nicht beigelegt werden kann, müssen wir vielleicht über neue Gesellschafter nachdenken", sagte Kellerhals der Süddeutschen Zeitung. Er arbeite zwar nicht aktiv an einer Trennung von Metro, es gebe aber Interessenten.
Seit einiger Zeit versucht der Metro-Konzern, Kellerhals vor Gericht eine Sperrminorität streitig zu machen, die es ihm mit seinen knapp 22 Prozent der Anteile ermöglicht, Entscheidungen des Mehrheitsgesellschafters Metro bei Media-Saturn zu verhindern. Am Dienstag treffen sich die Kontrahenten vor einem Schiedsgericht.
Für Kellerhals fehle das Vertrauen zwischen ihm und Metro. "Für mich ist es unmoralisch, einen Mitgesellschafter so anzugreifen, wie es Metro getan hat." Zugleich zweifelt er Metro-Vorstandschef Olaf Koch an. "Ich fordere seit langer Zeit einen Handelsmann an der Spitze. Es reicht nicht, einfach nur Finanzpakete hin und her zu schicken", erklärte Kellerhals. "Man muss wissen, wie der Handel tickt."
DJG/kla/jhe
(END) Dow Jones Newswires
July 23, 2012 01:01 ET (05:01 GMT)
Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.


