AKTIEN
DEUTSCHLAND: - SCHWACH - Wieder angeheizte Sorgen um die
Euro-Schuldenkrise dürften den deutschen Aktienmarkt zum
Wochenauftakt weiter ins Minus drücken. IG Markets taxierte den Dax
am Montagmorgen 1,06 Prozent tiefer bei 6.560 Punkten. In
der Vorwoche hatte es der deutsche Leitindex trotz der deutlichen
Verluste am Freitag noch auf ein Plus von 1,11 Prozent gebracht.
Berichte, wonach sowohl der IWF als auch die deutsche Regierung
nicht mehr bereit sind, der Regierung in Athen über die bisherigen
Zusagen hinaus Kredite zur Verfügung zu stellen, rückten das Thema
Schuldenkrise zurück in den Fokus. Darüber hinaus warnte ein
Mitglied der chinesischen Zentralbank vor einem sich weiter
verlangsamenden Wirtschaftswachstum und trug somit laut Händlern zur
negativen Gemengelage bei. Die Vorgaben belasten entsprechend
ebenfalls: Der Future auf den US-Leitindex Dow Jones Industrial
gab seit Xetra-Schluss am Freitag um 0,62 Prozent nach und
die Börsen in Asien sackten zum Teil deutlich ab. Die Agenda bietet
kaum Impulse, im Fokus dürfte vor allem die Entwicklung an den
Anleihemärkten stehen.
USA: - SCHWACH - Die Eurokrise ist zurück in den USA: Die Besorgnis
der Anleger, dass Europas Politiker die Finanzkrise nicht in den
Griff bekommen, hat am Freitag auch auf die Kurse an den US-Börsen
gedrückt. Jedoch fielen die Abschläge etwas moderater aus als zuvor
an Europas Börsen. Nach drei freundlichen Handelstagen in Folge
verabschiedete sich der Dow Jones Industrial mit einem
Minus von 0,93 Prozent auf 12.822,57 Punkte in das Wochenende.
Binnen Wochenfrist hat der US-amerikanische Leitindex damit zwar
noch ein moderates Plus von 0,36 Prozent verbucht, auf Monatssicht
ist der Index aber inzwischen ins Minus gerutscht.
JAPAN: - SCHWACH - Eine tiefrote Kurstafel zeugte auch in Asien von
der wieder schwachen Börsenstimmung.
DAX 6.630,02 -1,90%
XDAX 6.631,41 -1,83%
EuroSTOXX 50 2.237,33 -2,83%
Stoxx50 2.446,45 -1,48%
DJIA 12.822,57 -0,93%
S&P 500 1.362,66 -1,01%
NASDAQ 100 2.618,04 -1,42%
Nikkei 8.555,55 -1,32% (7:00 Uhr)
ANLEIHEN / DEVISEN / ROHÖL
RENTEN: - WEITER FEST - Deutsche Staatsanleihen dürften auch zu Beginn der neuen Handelswoche gefragt bleiben. Die
allgemeine Unsicherheit in der Euro-Schuldenkrise werde die Anleger
vermutlich weiter in sichere Anlagen treiben, hieß es aus dem
Handel. Zudem dürften die schwachen asiatischen Aktienmärkte für
Unterstützung am Rentenmarkt sorgen. In einem fundamental ruhigen
Umfeld wird sich Deutschland mit unverzinslichen Schatzanweisungen
(Bubills) für ein Jahr Geld beschaffen - vermutlich abermals zum
Negativzins. Auch Frankreich ist am Geldmarkt mit mehreren
Kurzläufern aktiv.
Bund-Future 145,70 +0,42%
T-Note-Future 134,06 -0,07%
T-Bond-Future 148,59 -0,20%
DEVISEN: - SCHWACH - Der Euro rutschte in der Nacht
erneut auf ein neues Tief zum US-Dollar seit Juni 2010. Zum Yen
brach er aufgrund der wieder in den Fokus gerückten Schuldenkrise
gar auf das niedrigste Niveau seit elf Jahren ein. Die Europäische
Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitagmittag noch auf
1,2200 (Donnerstag: 1,2287) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete
damit 0,8197 (0,8139) Euro.
(Alle Kurse 7:15 Uhr)
Euro/USD 1,2115 -0,02%
USD/Yen 78,19 -0,34%
Euro/Yen 94,73 -0,37%
ROHÖL - SCHWACH - Die Ölpreise sind am Montag schwach in die neue
Handelswoche gegangen. Händler nannten die schlechte Stimmung an den
asiatischen Aktienmärkten und den festen Dollar als Gründe. Ein
Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur September-Lieferung
kostete am Morgen 105,43 US-Dollar. Das waren 1,40 Dollar weniger
als am Freitag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI (West Texas
Intermediate) zur Lieferung im August sank ähnlich stark um 1,47
Dollar auf 90,36 Dollar.
Brent 105,43 -1,40 USD (7:15 Uhr)
AXC0018 2012-07-23/07:35