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WGZ Cognitrend Report - das Marktgeschehen aus dem Blickwinkel der verhaltensorientierten Forschung Draghi verleiht dem DAX Flügel Für Deutschland kam es vergangene Woche ziemlich dicke: Die Rating-Agentur Moody's versah den Ausblick für die Spitzenbonität des Landes mit negativen Vorzeichen. Als Grund führte die Agentur die gestiegene Unsicherheit über den Ausgang der Euro-Schuldenkrise an. Noch dramatischer schätzt eine Experten-Gruppe von 17 renommierten Ökonomen die Lage ein: Sie warnten, Europa steuere direkt auf eine Katastrophe zu. Einer von ihnen, der Wirtschaftsweise Lars Feld, forderte von deutscher Seite größere Anstrengungen, um die hohen Zinskosten Spaniens und Italiens zu senken. Zur Rating- Degradierung und Ökonomenschelte gesellten sich schwache Konjunkturdaten: Der kombinierte Einkaufsmanagerindex für die Industrie und den Servicesektor Deutschlands deutete erneut auf eine geringere Wirtschaftstätigkeit hin - er rutschte auf das tiefste Niveau seit Ende 2009. Auch der Ifo-Geschäftsklimaindex blieb hinter den Erwartungen zurück. Keine Frage: Deutschland kann sich der globalen Wachstumsverlangsamung nicht länger entziehen. Man wird sich wohl oder übel auf schwache Monate einstellen müssen, die in manchen Ländern sogar in die Rezession führen werden - ganz gleich welche Maßnahmen Politiker und Zentralbanker auch ergreifen. Die bereits angestoßenen Reformen in den Peripherie-Ländern sind dennoch nicht umsonst. Durch das globale Wachstumsproblem werden sie allerdings verzögert oder sogar untergraben. Dennoch machte sich zu Wochenschluss allseits Optimismus hinsichtlich einer Wende in der Euro- Schuldenkrise breit. Und das einzig und allein Dank EZB-Chef Mario Draghi: Aus heiterem Himmel versicherte er bei einer Rede in London, die EZB werde im Rahmen ihres Mandates alles in ihrer Macht stehende tun, um den Euro zu erhalten. ?Und glauben Sie mir?, bekräftigte er, ?das wird reichen?. Völlig unverhofft öffnete er ein Türchen in Richtung neuerliche Staatsanleihekäufe und zwar in wesentlich aggressiverer Form als zuvor. Denn sollten hohe Risikoaufschläge für Staatsanleihen von Krisenländern die ?Funktion der geldpolitischen Transmissionskanäle stören, fällt das in unser Mandat.? Aus Draghis Mund waren das ganz neue Töne, die dem Euro und dem DAX schlagartig Flügel verliehen. Der Blue-Chips-Index machte allein am Donnerstag sämtliche Verluste der letzten Handelstage wieder wett. Dass er nach den Verlusten zu Wochenbeginn eine derartige Aufwärtsdynamik entwickelte, hat uns überrascht. Der Ausblick bleibt aber ohnehin positiv (Potenzial: 6.845 und darüber 6.910 und 6.995). Unterstützungen liegen bei 6.645 und 6.470. Alle in diesem Dokument genannten Preisniveaus verlieren bei einem Durchstoß von zehn Punkten ihre Gültigkeit. | |||
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