Im Vergleich zum Vorjahr hat Kontron im zweiten Quartal weniger umgesetzt, das Nettoergebnis brach sogar um 70 Prozent ein. "Unsere Q2-Zahlen haben in Bezug auf die Profitabilität nicht das erreicht, was wir uns selber vorgenommen haben", sagt Ulrich Gehrmann, der Vorstandsvorsitzende von Kontron. Voraussichtlich werde Kontron deshalb auch nicht die Gesamtjahresprognose erfüllen können, vor allem in Bezug auf die Gewinnsituation. Von April bis Juli ist der Umsatz von Kontron um fast fünf Prozent zurückgegangen auf 138,3 Millionen Euro, das Nettoergebnis sinkt auf 2,3 Millionen Euro - im Vorjahresquartal standen dort noch 7,7 Millionen Euro. "Uns fehlen derzeit die starken Umsätze aus den Infrastruktursegmenten, die wiederum von staatlichen Mitteln abhängen", so der Kontron-Chef. Kontron kassiert die Prognose, gibt aber keine neuen Ziele aus. Auch aus Analystensicht ist es "schwer, eine konkrete Prognose abzugeben", sagt Alexander Langhorst, Geschäftsführer von GSC Research.Warum die Aktie "fair bewertet" ist und warum die Aktie laut Alexander Langhorst "noch billiger" wird, erfahren Sie in diesem Interview. Auch Dialog Semiconductor hat Quartalszahlen vorgelegt: Der Umsatz steigt um 37,4 Prozent auf fast 160 Millionen Euro, das Nettoergebnis geht allerdings um 10,6 Prozent zurück auf 8,5 Millionen Euro. "Dialog ist besser unterwegs gewesen als Kontron, hat aber die Erwartungen des Marktes und der Analysten nicht ganz erreicht", sagt Alexander Langhorst, Geschäftsführer von GSC Research. Es zeige sich, "die Bäume wachsen auch hier nicht in den Himmel." Micronas erhöht im ersten Halbjahr sowohl Umsatz als auch EBIT. Die Erlöse wachsen um 9,0 Prozent auf 86,9 Millionen CHF. Der Chiphersteller steigert das EBIT um 59,8 Prozent auf 13,1 Millionen CHF. "Die Zahlen bei Micronas waren gut", sagt Alexander Langhorst, Geschäftsführer von GSC Research.
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