Die mehr als 40 000 deutschen Beschäftigten
beim Energiekonzern RWE
Der Energiekonzern baut spürbar Personal ab. 8000 der 72 000 Stellen sollen bei RWE sozialverträglich wegfallen - etwa die Hälfte davon durch Ausgliederung und den Verkauf von Firmenteilen. Darüber hinaus stünden möglicherweise weitere 2000 Jobs zusätzlich zur Disposition, hatte die Gewerkschaft vor kurzem mitgeteilt.
Die bisherige Beschäftigungssicherung läuft Ende 2012 aus. Die von der Gewerkschaft Verdi geforderte Verlängerung um zehn Jahre lehnt die Unternehmensführung ab, hieß es am Dienstag aus Firmenkreisen. Der Umbau des gesamten Energiesystems in Deutschland und die damit behafteten Unsicherheiten ließen solche lang laufenden Zusagen nicht mehr zu, hieß es zur Begründung.
Verdi hatte vor zwei Wochen von einem Konfrontationskurs der Unternehmensführung gesprochen und dem neuen Konzernchef Peter Terium vorgeworfen, sich nicht an sein Versprechen zu halten, die Beschäftigten beim Konzernumbau mitzunehmen. Wenn für Mitarbeiter von ausgegliederten Unternehmensteilen beziehungsweise von Beschäftigten aus Aufgabenbereichen, die ins Ausland verlagert werden, künftig nicht mehr der gleiche Tarifvertrag gelte wie für die Kernmitarbeiter, sei das ein "Kulturbruch" bei RWE.
Bei der Präsentation der RWE-Halbjahreszahlen am 14. August wird erwartet, dass Firmenchef Terium sich auch zum aktuellen Effizienzprogramm äußert./rs/nmu/stw/wiz//DP/fn
ISIN DE0007037129
AXC0284 2012-07-31/17:36


