Europäische Kommission, EU-Parlament und Europarat haben sich auf strengere Regeln für Ratingagenturen geeinigt. Diese "wichtige Einigung" erlaube eine "Verringerung der übertriebenen Abhängigkeit von Ratings, die Beseitigung von Interessenkonflikten und die Einführung einer zivilrechtlichen Haftung für Ratingagenturen", erklärte der zuständige EU-Kommissar Michel Barnier am Dienstagabend in Brüssel. Zudem müssten die Ratingagenturen bei der Bewertung von Staaten mehr Transparenz an den Tag legen. Um Turbulenzen an den Finanzmärkten zu vermeiden, sollen sich die Agenturen mit Veröffentlichungen zur Kreditwürdigkeit souveräner EU-Staaten an einen Zeitplan halten, wie Barnier weiter erläuterte. Veröffentlichungen sollen demnach mindestens eine Stunde vor oder nach Börsenschluss in der EU erfolgen. Gleichzeitig sollen die Agenturen ihre Bewertungen gründlicher und transparenter gegenüber Investoren und den betroffenen Staaten begründen. Die Kommission hofft laut Barnier darauf, dass die Regeln bis Jahresende vom EU-Parlament und den Vertretern der 27 EU-Länder im Europarat gebilligt werden.
Während Halbleiter- und KI-Infrastrukturwerte von einem Hoch zum nächsten jagen, wurden viele Software-Aktien in den vergangenen Monaten regelrecht aus den Depots gedrängt. Die Angst vor Disruption hat Investoren zu einem radikalen Strategiewechsel veranlasst – mit der Folge, dass zahlreiche Qualitätsunternehmen heute auf Mehrjahrestiefs notieren.
Doch genau hier entsteht eine seltene Chance. Denn während die Bewertungen im Halbleitersektor inzwischen auf ambitionierten Niveaus liegen, ist der Bewertungsabschlag bei Software-Titeln so hoch wie seit Jahren nicht mehr. Gleichzeitig liefern viele Unternehmen weiterhin starke Wachstumszahlen und integrieren KI erfolgreich in ihre Geschäftsmodelle. Die Diskrepanz zwischen Kursentwicklung und operativer Stärke könnte sich schon bald auflösen.
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