
Die Geschäftsführerin von BeyondGlobal sieht in Europa momentan nur eine wirklich handlungsfähige Institution: "Man muss versuchen, ein chaotisches Auseinanderlaufen zu verhindern und die einzige Institution, die momentan in Europa handlungsfähig ist, ist die Europäische Zentralbank." EZB-Präsident Mario Draghi hatte in der vergangenen Woche gesagt, dass die Zentralbank alles für die Euro-Rettung tun werde. Das hatte die Märkte beflügelt. In dieser Woche hielt sich die EZB aber bedeckt: "Man muss sich auch dabei fragen, warum er sich zu dieser Entscheidung hat hinziehen lassen. Die Politik hat in den letzten Wochen keinerlei Fortschritte gemacht. Hinsichtlich der Verallgemeinerung der Schulden gab es auch noch keine Neuigkeiten. Aber Draghi hat es zumindest geschafft, etwas Zeit zu kaufen." Mit Blick die amerikanische Notenbank Fed glaub Sandra Navidi nicht an ein schnelles Eingreifen: "Es hat sich an der jetzigen wirtschaftlichen Situation eigentlich nicht viel geändert. Es gibt auch Stimmen die sagen, dass zu viel Quantitative Easing den Schwung aus dem Markt nimmt und als Folge dessen wird dann die Konjunktur behindert. Dies sieht man ja auch an der Effektivität der Finanzspritzen. QE2 war schon sehr viel weniger wirkungsvoll als QE1. Somit wird die Fed weiter abwarten was in den nächsten Wochen und Monaten noch so passiert." Was Sandra Navidi über den Besuch des US-Finanzministers Geithner bei seinem deutschen Amtskollegen Schäuble auf Sylt denkt, verriet sie Manuel Koch im DAF-Interview.